Tunnel-Test : Erschütterndes Ergebnis
29.07.2010 | 16:25 Uhr 2010-07-29T16:25:00+0200
Der ADAC zeigt dem Tunnel Birth, der die A44 mit der Heiligenhauser Straße verbindet, die Rote Karte. „Bedenklich“ sei der Sicherheitszustand, hat ein Tunneltest ergeben.
Videoüberwachung und Lautsprecheranlagen fehlen, Notausgänge sind schlecht erkennbar, die Beleuchtung ist schummerig. „Straßen NRW“, der Betreiber der 807 Meter langen Röhre, beeilt sich allerdings zu sagen: „Der Tunnel ist sicher.“
Einmal im Jahr testet der Automobilclub Tunnel in ganz Europa. Der Velberter kam zum ersten Mal in die Stichprobe. Mit seinen 25 Jahren gehört das Bauwerk zu den „Oldies“ in NRW. Das Ergebnis ist erschütternd. „Das Belüftungssystem ist veraltet und wenn etwas passiert, kann man von außen nicht hineinschauen oder nicht per Lautsprechern Kontakt zu den Fahrern aufnehmen.“
Modernisierung soll 2014 abgeschlossen sein
Nur wenige Sekunden dauert die Fahrt durch die Röhre, selbst wenn man sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 80 Stundenkilometern hält. Pro Tag rollen derzeit 18000 Fahrzeuge hier hindurch. Schummeriges Licht weist ihnen den Weg. Unwillkürlich ist man froh, wenn man wieder den Himmel sehen kann und den Tunnel verlässt. Die Notausgänge sind kaum zu erkennen. „Wir sanieren eigentlich ständig, derzeit werden neue Notausgangstüren eingebaut, die besser gekennzeichnet sind“, sagt Bernd Löchter, Pressesprecher von Straßen NRW. Bis 2014 will der Landesbetrieb 4,7 Mio. Euro an dieser Stelle investieren. „Wir wussten, dass der Tunnel alt ist, deshalb hat uns das Ergebnis nicht überrascht.“ Mit Blick auf den Lückenschluss A44 wolle man allerdings 2014 modernisiert haben, denn dann werden wesentlich mehr Autos durch den Tunnel kurven.
„Aus unserer Sicht wäre es besser, wenn man die Sanierung beschleunigt, denn es sind schon wesentliche Mängel vorhanden“, kritisiert ADAC-Testleiter Nicolas Adunka und spricht beispielsweise das Belüftungssystem an. „Wenn es zu einem Brand kommt, sind die Ventilatoren stark genug, um den Rauch nach draußen zu befördern“, widerspricht Löchter. Beide können Autofahrer, die derzeit durch die Tunnel rollen, jedoch beruhigen. „Wer vorsichtig fährt, sich an die Geschwindigkeit hält und auf den Abstand achten, muss sich keine Sorgen machen“, betont Adunka.
Alle, die sich dennoch Sorgen machen, denen sagt Löchter: „Die Feuerwehr ist in drei Minuten vor Ort. Die haben ihre Wache ganz in der Nähe.“
20:29
In den kilometerlangen Tunnelröhren in der Schweiz und in Italien, oftmals mit Gegenverkehr kann es einem schon mulmig werden.
Also, in dem Birther A44-Tunnel hatte ich noch nie so ein ungutes Gefühl.
Wenn im Laufe der Jahre die Sicherheitsstandarts insbesondere im Hinblich auf Beleuchtung und Videoüberwachung gewachsen sind, sollte modernisiert werden, zumal mit dem Lückenschluss der A44 ein höheres Verkehrsaufkommen im Tunnel zu verzeichnen sein wird.
14:11
Wenn etwas am Tunnel nicht dem Stand der Technik entspricht, sollte dies auch nach gerüstet werden. Gerade bei Sicherheitseinrichtungen sollte nicht gespart werden! Meist werden diese Systeme zwar nicht benötigt, wenn aber etwas passiert sind diese vorhanden und können leben Retten.
@crusader
So eine blöden Kommentar, es braucht niemand eine neuen Tunnel, nur eine sicheren.
08:04
@crusader
was bist du denn für Einer?? Unsere Steuergelder.... Beachte mal Dein selbst gewähltes Possessivpronomen. Wo kommst du denn her? Aus Düsseldorf, der Stadt mit der Nase 45 Grad angewinkelt? - Andererseits: Der Tunnel ist in Ordnung und bedarf keiner Sanierung.
15:30
Da hab ich aber schon schlimmere Tunnels gesehen.
Jetzt stürzen sich natürlich alle Medien drauf, Sommerloch halt.
Das man immer etwas verbessern kann ist ja ok aber macht bitte nicht den Eingang zur Hölle daraus
14:48
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22:55
Wow - 18.000 Fahrzeuge rollen durch den Tunnel.
Sind 9.000 pro Seite.
Abzüglich 2.500 Mammis mit SUVs die von Kindergarten zu Hort zu weiterführender Schule hetzen.
Abzüglich 1.000 Rentner, die zur Blutprobe, Aldi, Lidl rauschen.
Abzüglich Studenten.
Schön - das der ADAC mal aufdeckt, wieviel Leute in Velbert produktiv tätig sind und Steuern zahlen.
Und die Schmarotzer brauchen jetzt einen neuen Tunnel?
Schritttempo fahren und Kerzen verkaufen.
Das reicht völlig.
Unsere Steuergelder bekommt ihr nicht!!!
21:35
An den ersten Kommentar:
Ich glaube schon. Dann darf man sich eig. gar nicht in ein Auto setzen. Auf jeder Straße warten böse Autofahrer und LKW Fahrer die rücksichtslos alle niederwalzen.
Die Frage ist halt, wie sich der Verkehr nach dem Lückenschluss entwickelt. Wird er deutlich größer, muss der Tunnel ausgebessert werden.(Wird ja auch gemacht) Aber bis dato sehe ich das alles gelassen an. Es gibt hier kaum Staus im Tunnel. Unfälle wurden bisher immer schnell entdeckt und ich denke das Risiko ist geringer, weil es bisher eher die Auffahrt zur Autobahn ist.
16:34
Unter dem Eindruck der schlimmen Katastrophe von Duisburg ist der letzte Satz des Berichts geradezu ein Hohn, nicht nur, weil es auch um einen Tunnel geht. Bernd Löchter -Pressesprecher von Strassen NRW: „Die Feuerwehr ist in drei Minuten vor Ort. Die haben ihre Wache ganz in der Nähe.“ Einfach unbegreiflich eine solche Aussage......oder haben mich die schlimmen Berichte der letzten Tage zu sensibel werden lassen?