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"Treu und zuverlässig"

04.02.2009 | 18:32 Uhr

Klaus Mühlhoff erhält für sein "langjähriges soziales Engagement" das "Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland"

Für "mehr als ein halbes Jahrhundert soziales Engagement in Velbert" bekam Klaus Mühlhoff nun von Landrat Thomas Hendele das Bundesverdienstkreuz verliehen. Foto: WAZ, Uwe Vogler

Wird in diesem Lande eine Auszeichnung verliehen, dann findet das in offiziellen Regierungs- oder Verwaltungsgebäuden statt. In Velbert wäre das zum Beispiel das Rathaus.

Anders verhielt es sich jedoch bei Klaus Mühlhoff. Er durfte das Bundesverdienstkreuz im Konferenzsaal des Forum Niederberg aus den Händen von Landrat Thomas Hendele (CDU) entgegen nehmen. "Das ist eine große Ausnahme", bestätigte der Landrat und sei nur deshalb möglich, weil der Bau des Forums eines der "kommunalpolitischen Highlights" in der langen Karriere von Klaus Mühlhoff gewesen sei.

Hendele bezeichnete den ehemaligen Bürgermeister als Vorbild. Wie kaum ein anderer zeichne er sich durch "Treue, Zuverlässigkeit und Konstanz" aus. Denn Mühlhoff engagierte sich nicht nur als Bürgermeister. Zwischen 1959 und 2002 war er in der IG Metall, auch dort immer in Spitzenfunktionen. Mühlhoff war Vorsitzender des Betriebsrates bei CES und Mitglied im Ortsvorstand der Gewerkschaft. Außerdem gehörte er zum Beirat der IG Metall in Frankfurt.

Ab 1965 gehörte Mühlhoff zudem zur SPD. "Das war ein Jahr, in dem die Partei nicht gerade auf einer Erfolgswelle ritt", blickte Laudatorin Kerstin Griese zurück. Stattdessen sei Mühlhoffs Beitritt ein "Akt der Überzeugung" gewesen, führte die Bundestagsabgeordnete aus. Auch hier übernahm Klaus Mühlhoff schnell Verantwortung und stand mehr als 20 Jahre lang an der Spitze des Velberter Ortsvereins.

Im Rat der Stadt Velbert war Mühlhoff ebenfalls aktiv, engagierte sich in diversen Ausschüssen. Außerdem war er als Revisor für die AWo tätig und gehörte zu den Gründern des Bürgervereins Plätzchen/Losenburg. Sein Einsatz für den Velberter Karneval kam noch hinzu. "Man kann so viel machen, muss es aber nicht", sagte Landrat Thomas Hendele. So würden leider immer mehr Menschen denken. Auch deshalb sei Mühlhoff ein Vorbild.

Besonderen Dank spendeten Hendele, Griese und Freitag auch der Familie des Ausgezeichneten. "Das Verständnis für so viel Engagement und die Unterstützung im Familienkreis verdient ebenfalls eine besondere Anerkennung", waren sich die drei einig.

Etwas Trost bekam Mühlhoff von Kerstin Griese auch gespendet. Eigentlich habe er den Orden nämlich gar nicht haben wollen, berichtete sie. Damit er sich nun besser fühle, wolle sie Gustav Heinemann zitieren: "Mir tun alle Leid, die sich ohne einen Orden auf der Brust halbnackt fühlen." Mühlhoff quittierte das lachend. Und nahm anschließend die Glückwunsche der zahlreichen Gäste entgegen.

Von Sascha Döring

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