Tipp von Velberter Narren zur richtigen Kostümierung

Warm haben es die Mitglieder dieser Fußgruppe in ihren kuscheligen Kükenkostümen.
Warm haben es die Mitglieder dieser Fußgruppe in ihren kuscheligen Kükenkostümen.
Foto: WAZ FotoPool
Die heiße Phase des Karnevals rückt näher, da ist die Frage nach dem richtige Kostüm mittlerweile akut. Velberter Karnevals-Experten geben Tipps für die richtige Verkleidung.

Velbert..  Knapp eine Woche noch, dann verwandelt sich die Velberter Innenstadt in eine bunte Karnevalsmeile. Damit wird es für alle, die noch nicht wissen, als was sie sich verkleiden möchten, allerhöchste Zeit, sich über die Kostümierung Gedanken zu machen. Die WAZ befragte Velberter Karnevalsexperten zu ihren Ideen.

Bier und Zollstock in der Tasche

Man merkt gleich, dass Andrea Engel sich als langjähriges Mitglied der Showtazgruppe der KG Grün-Weiß Langenhorst mit Kostümierungen bestens auskennt: „Für den Zug sollte es natürlich schön warm sein. Gut kann man da als Bauarbeiter gehen. Dafür zieht man im Lagenlook T-Shirt, langärmliges T-Shirt, einen Fleecepulli mit einem karierten Flanellhemd drüber und zum Schluss eine blaue Latzhose an. Vorn schiebt man sich Bier und Zollstock in die Tasche, Schlägerkappe auf und fertig.“ Auch die Verkleidung als Panzerknacker hält sie für zugtauglich: „Man zieht eine blaue Arbeiterhose an und ganz viele Pullis übereinander, zum Schluss kommt dann das typische rote Oberteil darüber. Wichtig ist die Sträflingsnummer, da darf man nicht einfach irgendeine nehmen, sondern sollte sich im Internet oder in einem Micky-Maus-Heft schlau machen. Nicht fehlen darf auch ein dicker Schlüsselbund. Alte Schlüssel hat doch jeder.“

Und da Karnevalsshowtanz und Kostümierungen so nah beieinander liegen, hat auch Steffi Lenz von der Showtanzgruppe der KG Große Velberter sofort ein paar Ideen: „Damit es schön warm ist, könnte man als Neandertaler mit Fell verkleidet und Keule aus Pappmaché gebastelt gehen“, empfiehlt sie. Und noch ein weiteres Kostüm, dass sie vorschlägt, ist schnell besorgt: „Einfach jetzt im Schlussverkauf ein buntes Herrenhemd erwerben oder aus Stofffetzen ein Oberteil zusammenbasteln und schon verwandelt man sich in einen Hippie. Die Schlaghose dazu hat man vielleicht sogar im Schrank, ist ja zur Zeit wieder total in.“

Als Vorsitzende des Vereins für Velberter Kinder konnte man Elke Grünendahl beim Kinderkarneval im Forum kürzlich als stolze Cleopatra bewundern, als Verkleidungstipp zum Selbermachen fällt ihr sofort der Inbegriff des Frohsinns ein: „Ein Clown geht doch eigentlich immer, ein weißes T-Shirt anziehen, eine Fliege um, ‘ne Glatze oder eine rote Perücke aufsetzen, schon ist man fertig! Und wer es warm haben will, sollte sich eins der Plüschkostüme, die man überall kaufen kann, besorgen.“

Warm hat es auch Bozena Symalla, trägt sie doch als Leiterin der Kolping-Kita Lummerland und Mitglied der Zugfußgruppe immer ihr rustikales Schlotschmetkostüm, dessen Kappe zusätzlich vor Regen schützt. Als Pädagogin hat sie natürlich ganz viele Verkleidungstipps für Kinder auf Lager: „Wir machen ganz oft Masken aus einfachen Papptellern z. B. ein Löwe, dem wir dann eine Mähne aus Krepppapier ankleben. Wer als Zwerg gehen möchte, kann sich aus Filz eine Kopfbedeckung basteln.“ Und auch ihr Rückblick auf Verkleidungen der vergangenen Jahre ist hilfreich: „Die Kinder haben mal Pappkartons mit Alufolie beklebt und sich so in Roboter verwandelt und als Prinzessin kann man sich bunte Tücher einfach an ein Gummiband knüpfen, schon hat man ein Gewand.“ Auch der Bollerwagen ihrer Fußgruppe für den Zug am Montag wird karnevalstauglich gemacht. Wie er aussehen wird, bleibt allerdings geheim.