Theaterstück Freundschaft berührt

Die einen Proben auf der Bühne, andere arbeiten an der Kulisse und andere beraten und schauen zu, wie hier mit Lehrerin Birgit Hoffmann (r.).
Die einen Proben auf der Bühne, andere arbeiten an der Kulisse und andere beraten und schauen zu, wie hier mit Lehrerin Birgit Hoffmann (r.).
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Text, Musikauswahl, Requisiten: die Schüler der Klasse 9 des Gymnasiums Langenberg haben ein komplettes Theaterstück auf die Bühne gestellt

Langenberg.. Sie macht nachdenklich, berührt, geht unter die Haut: die Inszenierung des Stückes „Freundschaft“ am Gymnasium Langenberg.

„Seit der Klasse 8 arbeiten wir an Grundlagen des Schauspiels, also an Themen wie Stimmbildung, Bühnenräume, Mimik, Präsenz, Improvisation“, Angelika Stodt, Lehrerin für Deutsch und Philosophie, außerdem ausgebildete Theaterpädagogin, leitet den Kurs „Darstellen und Gestalten“ der jetzigen Klasse 9. In diesem Schuljahr wurden die Grundkenntnisse vertieft und in eine Szenencollage zum Thema „Freundschaft“ umgesetzt. „Dabei haben die Jugendlichen große Teile der Szenen selbst entwickelt, Musiken ausgesucht, Neues erprobt und sich so immer weiter entwickelt.“

„Ein Drehbuch dazu gibt es nicht, alle Ideen stammen von uns selbst,“ erzählt Stodt. Die Facetten des Themas Freundschaft werden beleuchtet und mal ernst, mal heiter auf die Bühne gebracht: Streit, Vertragen, Trost, Spaß, Internetfreundschaften, Geborgenheit.

„Uns und den Lehrern ging es darum, eine Emotion im Publikum auszulösen,“ erinnert sich Mascha Köhler. So wollten die Schülern beispielsweise Gänsehaut beim Publikum auslösen. Und das werden sie schaffen. In einer der Szenen laufen die Schüler stumm, ausdruckslos, wie aufgezogen und beziehungslos aneinander vorbei. Die Szene, musikalisch untermalt, spricht für sich. Dann hallt ein Schrei durch den Raum. Beziehungen entwickeln sich. Sehenswert!

Facettenreiche Inszenierung

„Es gibt Stummszenen mit Musik unterlegt, es gibt Szenen die gesprochen werden, und und und“. Mascha könnte alles vorwegnehmen, doch Theater bedeutet auch Erleben und so sind Eltern und Bevölkerung aufgerufen, sich selbst ein Bild davon zu machen, was junge Menschen im Alter von 14 bis 16 Jahren zum Thema Freundschaft zu sagen und zu zeigen haben. „Die Bühne ist dunkel nur die Requisiten sollen herausstechen“, beschreibt die Schülerin das reduzierte Bühnenbild, an dem insgesamt 31 Schüler immer im Wechsel zum Schauspiel gearbeitet haben. „Neben dem Schauspiel spielt das künstlerische Gestalten in dem Kurs eine gleichberechtigte Rolle. Von Kunstlehrerin Birgit Hoffmann geleitet, gestaltet ein Teil des Kurses verschiedenste Kunstwerke zum Thema Freundschaft“, Stodts Blick wandert wieder zur Bühne. „Ich wäre schon gern jemand anderes, ich wäre gern cooler“, probt Cedric Hennigfeld dort gerade.

Dienstag, 9. Juni, wird „Freundschaft“ im Pädagogischen Zentrum in der Panner Straße 34 ab 19 Uhr aufgeführt. Der Eintritt ist frei, um Spenden für die Aufführung im nächsten Jahr wird gebeten.