Teamgeist ist Trumpf bei Olympiade der Hardenbergschule

Fröhliches Kräftemessen: Auch Tauziehen gehörte zu den Disziplinen.
Fröhliches Kräftemessen: Auch Tauziehen gehörte zu den Disziplinen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Schülerinnen und Schüler der Nevigeser Hardenbergschule haben sich bei ihrer Klassen-Olympiade noch einmal kräftig ins Zeug gelegt. Am wichtigsten waren jedoch Teamgeist und Spaß am Sport.

Neviges..  Endlich Sommerferien, tschüss Schule. Aber vorher hatten die Schülerinnen und Schüler der Hardenbergschule noch einmal jede Menge sportlichen Ehrgeiz an den Tag gelegt.Wer sind die stärksten Tauzieher, welche Klasse hat die schnellsten Sprinter und die besten Waldläufer?

Beim traditionellen Sommerfest sammelten vor allem im Seilspringen die Mädchen die meisten Punkte, die Jungen dagegen machten es beim Elfmeterschießen richtig spannend und lieferten sich packende Duelle. Vor allem: Alle hatten einen Riesenspaß.

Das Prinzip: Je zehn Schülerinnen und Schüler mussten bei der Klassenolympiade sechs Disziplinen absolvieren. Ehrensache, dass man sich für seine Klasse richtig ins Zeug legte. Teamgeist stand an erster Stelle und nicht der Ehrgeiz, als bester Sportler zu glänzen. „Jeder Starter ist wichtig und auch die Schwächern wurden ordentlich angefeuert, denn gerade sie gaben den Ausschlag, wenn die Siegerpunkte verteilt wurden“, sagte Sportlehrer Günter Hoffmann.

Bundesjugendspiele ohne Druck

Sportunterricht und eine feste Einrichtung wie das traditionelle Sommerfest sind nicht nur für den Zusammenhalt der Schüler wichtig, weiß Hoffmann. Auch im vergangenen Schuljahr sei es den Pädagogen der Hardenbergschule gelungen, zahlreiche von der Realschule zurückverwiesene Schüler erfolgreich zu integrieren. „Was glauben Sie, was da von unserer Seite für ein Frust aufgefangen und verarbeitet werden muss“, sagt Hoffmann. Endlich mal wieder Tore schießen, endlich wieder Anerkennung von Lehrern und vor allem Mitschülern spüren. Auch der Schulsport habe dabei geholfen, jenen „abgeschulten“ Schülerinnen und Schülern ihr verloren gegangenes Selbstvertrauen zurückzugeben.

Sport mit Spaß und ohne Druck, das ist hier mehr als Motto. So kann der engagierte Sportlehrer über die aktuelle Diskussion, ob die alljährlichen Bundesjugendspiele Schüler nicht eher demütigen, als sie zu motivieren, nur müde lächeln. „Bundesjugendspiele in der herkömmlichen Form, das gibt es bei uns schon seit Anfang der 90er Jahre nicht mehr. “

Stattdessen darf man sich die Disziplinen aussuchen. Der dünne Läufer punktet auf der Tartan-Bahn, wer ein paar Pfund mehr mit sich herumschleppt, gibt sein Bestes beim Kugelstoßen. Auch bei diesen Wahlbundesjugendspielen nehmen die Schüler am Ende stolz ihre Urkunden an sich. Und das alles garantiert ohne Angst, sich zu blamieren. Mit der Schließung der Hardenbergschule – voraussichtlich 2016 – ist auch damit Schluss.