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Teamarbeiter fordert den vollen Einsatz ein

15.02.2009 | 19:23 Uhr

SPD nominiert Manfred Krick einstimmig. Amtsleiter soll Landrat werden. Der weiß: Das wird kein Spaziergang

Manfred Krick hatte am Samstag keinen Gegenkandidaten.

Seine neue Visitenkarte für den Kommunalwahlkampf - "Manfred Krick - Ihr Landratskandidat" - hat er schon etwas länger in der Tasche. Doch seit diesem Samstag hat der 52-jährige Mettmanner nun auch das einstimmige Votum der SPD-Kreisdelegierten-Konferenz im Rücken, ist er somit offiziell der Spitzenkandidat der Kreis-SPD und der zumindest bislang einzige Herausforderer von Amtsinhaber Thomas Hendele (CDU). 89 mal Ja und drei Enthaltungen ergab die Sichtung der 92 Delegierten-Stimmen im Mettmanner Konrad-Heresbach-Gymnasium.

Wann die Wähler-Stimmen gezählt werden - ob Anfang Juni oder Ende September -, das klärt das Landesverfassungsgericht wohl übermorgen. Doch Krick, der den Chefsessel im Kreishaus anpeilt, weiß schon jetzt: "Das wird ganz bestimmt nicht einfach." Aber: Der Architekt, der das Garten- und Friedhofsamt in Düsseldorf leitet, sieht erklärtermaßen Chancen, will sie wahren und (er)kämpfen. "Ich war immer ein Teamarbeiter, habe mich aber nie vor der Verantwortung gedrückt. Und ich war nie fies vor Arbeit und Einsatz", sagt er. Eben solchen Einsatz - und zwar den vollen - erwartet er gleichermaßen von den Seinen. Die haben Ende vergangenen Jahres zumindest schon mal dafür gesorgt, dass ihr Bewerber mehr ins Rampenlicht gerückt wird und dass Manfred Krick im Kreistag zum stv. Landrat gewählt wurde. Als Nachfolger von Ulrike Haase, die Hendele bei der letzten Kommunalwahl den Spitzenposten abnehmen wollte und 2008 bekanntlich in die Dezernenten-Riege der Kreisverwaltung aufrückte.

Krick hat an dem aktuellen Kreiswahlprogramm führend mitgestrickt und stellte in seiner Parteitagsrede "Stark in die Zukunft - für einen zukunftsfähigen Kreis Mettmann" zehn als wichtig definierte Themenbereiche vor. Besondere Schwerpunkte will er jedoch bei Bildung, Soziales und Umwelt setzen. Da reicht die Bandbreite von einer Ausbildungsoffensive über ein Berufsbildungszentrum bis zum Klimaschutz. Zudem treibt ihn die Sorge um,dass die Lebensverhältnisse im Kreisgebiet "auseinander driften". Hier müsse der Kreis stärker "seine Funktion als Ausgleichsinstrument wahrnehmen", findet er.

Als Direktkandidaten für den Kreistag schickte die Versammlung aus Heiligenhaus Ingmar Janssen und Axel Pollert (neu) ins Rennen. Hier in Velbert treten Ruth Adomaitis (neu), Margret Stolz, Stephan Schnitzler, Jürgen Otte (neu), Rainer Hübinger und Volker Münchow an. Auf den ersten fünf Plätzen der Reserveliste stehen Manfred Krick (Mettmann), Udo Carraro (Haan), Berndt Hoffmann (Ratingen), Stephan Schnitzler und Elke Thiele (Hilden).

Von Klaus Kahle

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