Taten statt Warten aufs Geld

Viele kleine Taten statt Warten auf das große Geld: Die Stadt nimmt das Heft selbst in die Hand und geht das dringende Problem des immer weiter voranschreitenden Leerstandes selbst an, statt sich darauf zu verlassen, dass der Rubel schon irgendwann rollt.


Für eine Stadt, mag sie auch noch so hübsche Häuser, kleine Gassen und erhaltenswerte Kirchen haben, gibt es kaum etwas schlimmeres als leer stehende Geschäfte, als klaffende graue Lücken. Es ist eine Binsenweisheit, dass Menschen beim Einkaufen ihr Geld nicht nur in den Läden lassen. Sie gehen Kaffee trinken, mit der Familie essen. Erzählen später Freunden, was sie für einen netten Nachmittag in Neviges hatten, dem Wallfahrtsörtchen, das so verschlafen gar nicht ist.


Es ist ein sinnvoller Plan der Stadt, direkt vor Ort Tatsachen zu dokumentieren, vor allem aber mit den betreffenden Menschen zu reden. Miteinander, nicht übereinander. Um anschließend zusammen neue Konzepte zu entwerfen für ein lebenswertes Neviges.