Talstraße: Appell des Flüchtlingsrats in Velbert
22.02.2012 | 14:35 Uhr 2012-02-22T14:35:00+0100
Velbert. Offener Brief an die Velberter Parteien und Wählergemeinschaften: Flüchtlinge sollen in regulären Wohnungen untergebracht werden
Der Flüchtlingsrat NRW kritisiert die Zustände im Flüchtlingsheim an der Talstraße und fordert eine dezentrale Unterbringung der Familien und Kinder in regulären Wohnungen. In einem offenen Brief wendet sich der Flüchtlingsrat an die im Stadtrat vertretenen Parteien und Wählergemeinschaften.
Darin werden sie aufgefordert, sich für eine „zügige Verbesserung der Lebenssituation der Velberter Flüchtlinge“ einzusetzen. Sowohl CDU, FDP als auch Linkspartei hatten die Situation im Flüchtlingsheim als menschenunwürdig bezeichnet und sich zustimmend zu den Vorschlägen des Flüchtlingsrates geäußert. Nun müssten den Worten auch Taten folgen: Der Flüchtlingsrat sieht in einer fraktionenübergreifenden Initiative den besten Weg, möglichst rasch eine zufriedenstellende Lösung für die Flüchtlingsfamilien zu erreichen.
08:01
zu #2
Laut Pressemitteilung des Bundesinnenministerium erhielten im Jahr 2011 16,4 % der Antragsteller die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Konvention. Wenn Sie, pat89, nun behaupten "die Leute die da wohnen ... sind als Flüchtlinge anerkannt" und dies de facto mit einer 100 prozentigen Anerkennungsquote in der Talstraße wohnenden Flüchtlinge gleichsetzen, dann dürfte dies nicht der Realität entsprechen, sondern eher Ihrem Wunschdenken.
15:48
Der Flüchtlingsrat fordert die Parteien auf, sich für eine zügige Verbesserung der Situation der Flüchtlinge in Velbert einzusetzen. Genau dies hat der Stadtrat 2010 getan. Beschlossen wurde, die Gebäude an der Talstraße umfänglich zu sanieren. Danach sollen die Nutzer in die sanierten Gebäude zurückziehen. Aktuell schreibt der Flüchtlingsrat, dass die Stadt mit der Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen begonnen hat und rund 2 Mio. Euro in die Renovierung der Unterkünfte investieren will. Dessen ungeachtet fordert der Flüchtlingsrat nun die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen in regulären Wohnungen verteilt über das Stadtgebiet. Mit anderen Worten: Mehrere Gebäude, die derzeit mit Millionenaufwand saniert werden, sind später überflüssig. Was in diesem Fall besonders irritiert: Die Vertreter von CDU und FDP wollen dies nun auch. Dieselben Parteien, die in 2010 Finanzmittel in Millionenhöhe für die Sanierung der Gebäude an der Talstraße bewilligt haben. Wer soll das noch verstehen?
22:15
Die Leute die da wohnen sind aber keine Leute, die nur zum Spaß hierhin kommen, weils ihnen hier wirtschaftlichbesser geht, sondern, wie das Wort "Flüchtlinge" schon sagt: Menschen, die in ihren Ländern nicht mehr leben können und hier als Asylbewerber anerkannt sind.
Die Wohnsituation in der Talstraße ist allerdings schon seit Jahren katastrophal und menschenunwürdig.
17:22
Ich bin der Meinung, dass wir zu viele chancenlose Migranten haben und vor allen die Zuwanderung in unsere Sozialsysteme stoppen müssen. Dies ist nicht länger tragbar für die Gemeinschaft. Wir können nicht für jeden die Tür offen halten. Sogar unser Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt hat darauf hingewiesen, dass die deutsche Zuwanderungspolitik kein Zeichen von Klugheit war und es an der Zeit wäre, sie zu ändern.