Das aktuelle Wetter Velbert 9°C
Velbert

Symbiose

07.10.2007 | 01:15 Uhr

"Friend'n Fellow" bieten hochkarätigen Auftakt für die neue Veranstaltungsreihe "Castle Club"

Fliegen schlagen mit ihren Flügeln wohl nicht schneller als Thomas Fellow seine Saiten zupft und schlägt. Dieser Eindruck entsteht beim Konzert in der Vorburg. Nur weiß man wirklich nicht, ob er seine Kollegin Constanze Friend in Grund und Boden spielt oder sie ihn in selbigen singt.

Die beiden bilden eine musikalische Einheit, die beeindruckt. Und ganz gleich, ob eigene Songs oder gecoverte Hits, "Friend'n Fellow" reißen die rund 120 Zuhörer bei der Auftaktveranstaltung von "Castle Club" einfach mit.

Schon das erste Stück "Golden Angel" - ein eigenes - verspricht für den Rest des Abends bereits Großartiges. Eine klare und warme Stimme, ausgestattet mit einem Hauch von Soul, singt da mit einer Leichtigkeit, die berührt, alles vergessen lässt. Es folgt "Believe" mit absoluten Ohrwurm-Qualitäten. Begleitet wird die begnadete Sängerin vom nicht minder begnadeten Gitarristen. Und würde man es nicht mit eigenen Augen sehen, käme man schnell auf den Gedanken, die Begleitung bestehe aus mindestens einem Lead-, einem Rhythmusgitarristen sowie einem Bassisten. Weit gefehlt. Thomas Fellow spielt sie alle drei und das gleichzeitig auf einem Instrument, wahlweise Steel- oder Konzertgitarre. Für die rasanten Bassläufe, die das ohnehin schon wahsinnige Gitarrenspiel untermalen, hat er einfach sein Instrument dementsprechend umgestimmt.

Gecovert wird quer durch die Bank. Ob "The Doors" mit "Light my fire" oder das durch Johnny Cash berühmt gewordene "Ring of fire". Nie verlieren die Stücke ihren eigenen Charakter aber immer klingt auch eine dicke Portion "Friend'n Fellow" in ihnen mit. Höhepunkt der Coversongs ist sicherlich "My baby just cares", in dem Constanze Friend es mit Nina Simone aufnimmt und ihr alle Konkurrenz macht. Die musikalische Begleitung, die im Original ein Klavier übernimmt, kopiert Thomas Fellow auf der Gitarre und das Ton für Ton identisch.

Ihren gewaltigen Stimmumfang und die großartige Ausdrucksstärke beweist Constanze Friend in eigenen Stücken wie "Far away". Ein trauriges Stück. Doch bevor jemand in Schwermut verfällt, folgt der nächste Song des Duos. "Child of spring". Rasant und sehr rhythmisch, nahezu tänzelnd, so dass sich der ein oder andere wohl wünscht, die Veranstalter hätten auf eine Bestuhlung des Saales verzichtet.

Insgesamt trumpfen "Friend'n Fellow" mit einem Repertoire von 22 Songs auf. Die zahlreichen Zugaben inklusive. Bei Harry Belafontes "Mathilda" dürfen dann auch die Zuhörer mitsingen. Bevor im letzten Coversong dann Rock auf Jazz trifft und Thomas Fellow in guter Angus-Young-Manier zu "Highway to hell" über die Bühne springt. Bleibt abzuwarten, wie die nächsten Musiker in den folgenden Veranstaltungen vom "Castle Club" aufspielen. "Friend'n Fellow" haben auf jeden Fall ziemlich hoch vorgelegt.

Von Saskia Baeck

Facebook
 
Videos die Sie interessieren könnten
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2078500/create

Aktuelle Fotos und Videos
Kindergarten im Wald
Bildgalerie
Waldkinder
Hardenberger Schützenfest
Bildgalerie
Brauchtum
Projekt Gesundheit
Bildgalerie
Regenbogenschule
Kurzer Prozess
Bildgalerie
Fußball
Aus dem Ressort
Marken-Image leidet durch Gerüchte
Opel
Die Gerüchte um eine Schließung des Opel-Werks in Bochum reißen nicht ab – und manch einer befürchtet dadurch einen Imageschaden für die Marke Opel. Die WAZ wollte wissen, ob das drohende Aus für die Fertigung des Astra im Ruhrgebiet auch bei den Velberter Opel-Käufern und -Fans ein Gesprächsthema
Stadt: U3-Ausbau ist doch machbar
Kinderbetreuung
Ausweg aus der Millionen-Finanzierungslücke: Geld aus Belastungsausgleich für nötige Investitionen einsetzen. Richter: „Diese Mittel können ausreichen.“