Sturm Ela forderte Velberter Feuerwehr besonders

Nach dem gewaltigen Pfingst-Orkan beseitigte u. a. der Löschzug Tönisheide an der Nevigeser-/Ecke Neustraße eine umgestürzte Linde.
Nach dem gewaltigen Pfingst-Orkan beseitigte u. a. der Löschzug Tönisheide an der Nevigeser-/Ecke Neustraße eine umgestürzte Linde.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Pfingststurm trug dazu bei, dass Wehr 742 Hilfeleistungen im vergangenen Jahr erbrachte. Jugendfeuerwehr wächst. Auszeichnungen für Elbeflut-Retter

Velbert..  Dieses Mal verlief der Sturm glimpflich für Velbert: Lediglich ein gutes Dutzend Einsätze hatte Tief „Niklas“ in den letzten Tagen der Feuerwehr beschert. Dass es jederzeit anders kommen kann, zeigt die Einsatzbilanz der Brandschützer für 2014. Nicht zuletzt durch Pfingststurm „Ela“ stieg die Zahl der Hilfeleistungen um 121 auf 742 an, rechnete Feuerwehr-Chef Markus Lenatz bei der Jahreshauptversammlung vor.

Zusammen mit 284 Brandeinsätzen (plus 15) registrierte die Feuerwehr insgesamt 1026 Ausfahrten, eine deutliche Steigerung gegenüber 890 im Vorjahr. Dabei blieb die Stadt zwar von großen Feuersbrünsten verschont, allerdings starben ein 74-jähriger Velberter und eine 58-jährige Langenbergerin infolge von Wohnungsbränden: „Nicht etwa durch Einwirkung von Feuer, sondern durch Rauchvergiftung“, erläuterte Lenatz. Rauchmelder hätten hier wahrscheinlich Leben retten können.

So hoch wie noch nie war mit 12 506 Ausfahrten (plus 1158) die Zahl der Rettungs- und Krankentransporte. Ein anderes Plus sorgte für Freude: Mit 593 Mitgliedern zählte die Feuerwehr elf mehr als im Vorjahr. Allein die Jugendfeuerwehr nahm 32 neue Mitglieder auf, während die aktive Wehr 13 Neuzugänge und elf Übertritte aus der Jugendabteilung registrierte.

Nach der Einsatzstatistik, die durch einen bebilderten Rückblick begleitet wurde, wartete auf Lenatz sowie Bürgermeister Dirk Lukrafka und dessen Stellvertreter Emil Weise ein strammes Programm, das durch den Musikzug der Feuerwehr musikalisch aufgelockert wurde: Neben zahlreichen Ernennungen und Beförderungen wurden etliche Feuerwehrleute für langjährige Mitgliedschaft geehrt. Hinzu kam die Um- oder Neubesetzung von Führungspositionen: So ist Jens Berker jetzt Leiter des Einsatzbereichs Langenberg, Sven Tegtmeier aus Neviges stellvertretender Jugendfeuerwehrwart. Zugführer wurden Oliver Wieschermann (Oberbonsfeld), Daniel Kuhlendahl (Neviges) und Axel Rose (ABC-Zug Langenberg), auch auf einigen Stellvertreter- bzw. Gruppenführerpositionen gibt es jetzt neue Gesichter.

Eine besondere Auszeichnung gab es für die Kameraden, die 2013 bei der Elbeflut in Magdeburg im Einsatz waren – sie erhielten die Fluthelfernadel des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt.

Gute Nachricht für Tönisheide

Dem Dank, den die Stadtspitze schließlich der Feuerwehr aussprach, folgte eine gute Nachricht, denn für das betagte, längst viel zu kleine Gerätehaus Tönisheide zeichnet sich eine Lösung ab. Der Rat habe „eine kleine siebenstellige Summe“ für ein neues Gerätehaus in den Etat 2016 eingestellt, berichtete Emil Weise. Der Nevigeser hatte Anfang des Jahres bei einer Besichtigung mit dem Bezirksausschuss einen Einblick in die Verhältnisse des etwa 60 Jahre alten Gerätehauses an der Hochstraße erhalten: „Die jetzigen Zustände sind weder tragbar noch zulässig.“