Stuntman im März vor Amtsgericht

Der Fall der kleinen Kassandra, die 2009 nach einem Angriff schwer verletzt in einem Gully gefunden wurde, hat bundesweit für Entsetzen gesorgt. Groß war das Mitgefühl, viele wollten den Angehörigen helfen. Auch ein Velberter Stuntman setzte sich für die Familie ein, organisierte Benefizaktionen, sammelte Spenden. Doch die sollen laut Staatsanwaltschaft nie angekommen sein. Wegen Untreue und Unterschlagung soll sich der Stuntman im März vor dem Amtsgericht verantworten.

Dies teilte eine Gerichtssprecherin auf Anfrage mit. Da er zu seinem Prozess im Herbst nicht erschienen war, hatte das Gericht gegen den Stuntman einen Strafbefehl in Höhe von 3600 Euro erlassen. Dagegen wurde Einspruch eingelegt, daher kommt es nun erneut zu einer Verhandlung. Der Velberter, so der Vorwurf, soll sich unter anderem 1000 Euro aus einer Einzelspende in die eigene Tasche gesteckt haben. Außerdem sollen 157 Euro aus einer Sammelspende nicht etwa Kassandra, sondern dem Organisator von Benefiz-Veranstaltungen selbst zugute gekommen sein.