Straftat beobachtet

Als gestern morgen das Redaktionstelefon läutete und sich die Polizei bei mir meldete, war ich geschockt. Ich hatte einer Straftat zugesehen und mich nicht gemeldet: Fahrerflucht. Was mir wie eine gestellte Filmszene am Vortag erschienen war, hätte ich sofort der Polizei melden müssen. Wie mindestens vier weitere Zeugen auch, die wohl ähnlich wie ich gedacht hatten. Gestern wurden dann meine Personalien aufgenommen. Inklusive Geburtsdatum. Das Ganze fand ich gestern Abend nicht mehr lustig. Aber ich habe wohl wie viele andere auch reagiert: Es nicht so ernst genommen. Dabei werden im Kreis Mettmann inzwischen täglich zwischen ein und mehrere Verkehrsunfallfluchtdelikte gemeldet. Die beiden Polizeibeamten, die mich besuchten, baten: „Greifen Sie lieber einmal mehr zum Telefon und rufen Sie die 110 an.“ Das mache ich in Zukunft.