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Frühling in Langenberg

Stadtteil öffnet seine Türen

20.05.2012 | 21:00 Uhr
Stadtteil öffnet seine Türen
Verkaufsoffener Sonntag und Büchermarkt in Langenberg stießen bei schönem Wetter auf gute Resonanz. Foto: Uwe Möller

Langenberg.  In Langenberg konnte man am Sonntag bei schönstem Frühlingswetter einkaufen und in Beständen antiquarischer Bücher stöbern

Zahlreiche Besucher aller Altersklassen besuchten bei schönstem Sonnenwetter die Langenberger Altstadt. Geöffnete Läden und Bücherstände vor der Alten Kirche luden zum Stöbern, Klönen und Kaufen ein. Manch alter Schatz konnte gehoben werden.

Bereits kurz nach Ladenöffnung ist Peter Sendlak schon vollauf zufrieden mit dem Verkauf: „So gefällt mir das. Ich hab‘ schon richtig gut Umsatz gemacht“, freute sich der erst im März angesiedelte Antiquar. Etwas weiter die Hauptstraße runter hatten die Geschwister Celina (7), Lara (5) und Angelina (3) beim Entenangeln ihren Spaß. Celina erklärte auch sogleich allen Interessierten, wie das Spiel mit Geschicklichkeitsanforderungen funktioniert, bei dem sie und ihre Schwestern gewonnen hatten. Die Familie kommt aus Wuppertal, Mama und Papa waren mit Mathea (1) und den Dreien hier unterwegs, „weil hier im schönen Langenberg so herrlich viel los ist“, wie sie sagten.

Überall zieren bunte Kreidepfeile den Boden, markieren die Straßen der Altstadt. Viele Geschäftsleute hatten sich an den Vorbereitungen beteiligt und kräftig mitgestaltet. Aber es gab am Sonntag auch Schönheitsfehler: Mit fehlender Solidarität unter den Händlern beschrieben manche Besucher die zum Teil geschlossenen Geschäfte. Bereits im März hatten Besucher dies bemängelt. Von der Kritik unberührt blieben manche Türen geschlossen, andere machten erst später auf.

Ganz anders die Stimmung auf dem Büchermarkt an der Alten Kirche. Ruhige, versonnene Stimmung charakterisierte das Bild. Martin Schuberth war mit seinen drei Kindern da, „das hier ist wunderbar, es belebt die Kultur der Schrift und des Lesens, die vom Aussterben bedroht ist.“ Seine Tochter Rebecca (6) wollte „Hexengeschichten“ mitnehmen. Julius (11) und Ajoscha (14) interessieren sich für Fantasy und Krimis, „Papa, wir brauchen noch ‚Biss‘, Mama sieht das bestimmt auch so.“ Eine entspannte Diskussion um die „richtigen“ Bücher für ihre Altersklasse entbrannte. So läuft das eben, wenn eine ganze Familie auf Schmökertour ist.

Papier zum Marmorieren, Origamikunst und Buchbinder ergänzten am Sonntag die Angebote der Antiquare und Bücherstände. Viele Besucher waren von außerhalb, zum Teil zum ersten Mal begeistert dabei, zum Teil mehrfache „Wiederholungstäter“, wie etwa das Ehepaar Greis aus Wuppertal-Barmen. „Eigentlich brauchen wir gar nichts“, gaben beide freimütig zu, trotzdem kauften sie zwei Bücher. Gerhild und Udo Taulin kommen ebenfalls öfters, „die Atmosphäre in Langenberg ist sehr nett.“ Familie Kern aus dem Langenhorst waren von der Altstadt begeistert. „Es ist nicht so hektisch, nicht so stressig wie bei uns in Velbert-Mitte“, fanden sie. Auch sie wollten wiederkommen, zumal Tanja Kern unverhofft und leidenschaftlich bei den Pixi-Büchern für Kinder zuschlagen konnte.

Almuth Farer



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