Stadt Velbert sorgt für mehr Sicherheit im Schulalltag

Rund 200 Meter lang ist das Rohrsystem für die neue Heizungsanlage. Heinz Steinbrech und Thomas Bambey (r.) zeigen den Plan.
Rund 200 Meter lang ist das Rohrsystem für die neue Heizungsanlage. Heinz Steinbrech und Thomas Bambey (r.) zeigen den Plan.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Fachbereich Immobilienservice investiert an der Gesamtschule Poststraße 210 000 Euro für ein Alarmsystem sowie Flucht- und Rettungswege. Die Gymnastikhalle bekommt für weitere 30 000 Euro eine neue Heizung.

Velbert..  Auf Arbeitsbühnen stehend montieren Handwerker über Kopf an der fast vier Meter hohen Decke ein Rohrleitungssystem: Die Gymnastikhalle – vorwiegend vom Judo-Verein genutzt – an der Poststraße bekommt jetzt für rund 30 000 Euro eine neue Deckenstrahlheizung; sie löst die jahrzehntealte Lüftungsanlage aus Hygiene- und Sicherheitsgründen ab.

Doch das ist in diesen Tagen nicht die einzige Baustelle auf dem Gelände der städt. Gesamtschule, wo sich schon seit Jahren eigentlich in sämtlichen Ferien Arbeiter verschiedenster Gewerke quasi die Klinke in die Hand geben. Der Grundstein wurde den Unterlagen vom Fachbereich Immobilienservice zufolge 1959 gelegt, Mitte der 90er Jahre sei angebaut worden.

Wirtschaftlicher und wartungsfrei

„Von jedem Fleck aus muss es immer einen zweiten Rettungsweg geben“, erläutert Manuel Villanueva- Schmidt die zweite Maßnahme: Während die kleinere, ebenerdige Gymnastikhalle in der Fensterfront eine (Flucht-)Tür bekommen hat und davor ein kleiner Weg angelegt ist, wurde in der nahezu zwei Etagen höher liegenden Turnhalle ein Wand-Durchbruch gemacht, mit einer Außentür versehen und eine vom Stahlbauer vorgefertigte und verzinkte Metalltreppe angebracht. Sie sei in Segmenten geliefert und vor Ort montiert worden, schildert der Abteilungsleiter Planen und Bauen den Ablauf. Kostenpunkt: weitere 30 000 Euro. Noch in diesem Jahr, so Villanueva-Schmidt beim Ortstermin mit der WAZ weiter, werde man außen an dem mehrgeschossigen Aula- und Verwaltungstrakt einen weiteren Flucht- und Rettungsturm montieren. Damit sei dann zumindest dieses Kapitel auf dem Gesamtschul-Areal abgeschlossen.

Sein Mitarbeiter Thomas Bambey vergleicht die neue Strahlheizung mit einer Fußbodenheizung. „Aber bei weitem nicht so träge“, fügt der Fachbereichsspezialist für Heizung, Lüftung und Sanitär hinzu. Das ca. 50 Grad warme Wasser komme aus der benachbarten Heizzentrale, und über Lammellen werde die Wärme mittels Strahlung in der Gymnastikhalle verteilt. „Das ist energetisch wesentlich wirtschaftlicher als die alte Lüftungsanlage – und vor allem völlig wartungsfrei.“ Auf letztlich 180 000 Euro wird sich die fortschreitende Installation eines Alarmsystems summieren. Das wird nicht, wie sonst häufig, bei der Feuerwehr aufgeschaltet, sondern dient allein der schulinternen Alarmierung „im Gefahrenfall“. Die Vernetzung laufe, berichtet der Abteilungsleiter, und werde in den nächsten Sommerferien mit dem Abschluss im Hauptgebäude komplett fertiggestellt.