Stadt organisiert in Neviges Fußballschule für Ferienkinder

Viel Spaß haben die kleinen Kicker bei der Fußball-Ferienschule in der Sportanlage Am Waldschlößchen.
Viel Spaß haben die kleinen Kicker bei der Fußball-Ferienschule in der Sportanlage Am Waldschlößchen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Spaß steht im Vordergrund bei der Fußballschule, die die Sportjugend im Stadtsportbund Velbert in der Anlage Waldschlößchen organisiert. 21 kleine Kicker toben sich hier aus.

Neviges..  Jannik hat klar gesteckte Ziele, wie er mit ernster Miene erzählt: „Ich will besser werden. In der Abwehr und im Tor.“ Und, natürlich, er liebt Fußball. So wie die anderen 20 kleinen Kicker, darunter fünf Mädchen, die hier in der Fußball-Ferienschule der Stadtsportjugend hinter dem Ball herflitzen und dribbeln, was das Zeug hält. Peter Kulpe, Leiter der Freizeit und Jugendtrainer, lacht, als er die höchst offensiv spielende Rasselbande sieht. „Heute sollen die hier vor allem Spaß haben, sich kennenlernen.“ Und sich dabei möglichst nicht erkälten. Was ein Problem ist, kramen doch einige Kinder lediglich kurze Hosen und T-Shirts aus ihrer Sporttasche.

„Hast du nichts anderes dabei, keine lange Hose?“ fragt Co-Trainerin Sarah Strohmenger einen Blondschopf, der ebenso ambitioniert wie sommerlich gekleidet das Spielfeld draußen anpeilt – bei erfrischenden zwei Grad. „Das hat keinen Zweck, wir gehen lieber in die Halle“, seufzt Kulpe.

Bloß kein schnödes Lauftraining

Ist ja nicht jeder ausgestattet wie BVB-Fan Leon (6), der die Farben seines Vereins gleich von den Stutzen bis zur Pudelmütze trägt. „Das Problem ist nicht die Temperatur hier draußen, es sind die Pausen. Die Kinder sind verschwitzt, dann kommt ein Windzug, und das war es dann.“ Also nichts wie rüber in die Sporthalle Waldschlößchen. aber bitte in geordneten Zweierreihen. So wie Anastasia (8) und Elisabeth (10), die Schwestern , die in der Regenbogenschule in der Fußball-AG kicken und sich hier den letzten Schliff versprechen.

„So, als erstes rennen wir bis zur gelben Linie, auf der Mitte kurz drehen und dann weiterlaufen“, lautet das Kommando von der Trainerbank. „Tja, da sieht man schon, wie sich die Spreu vom Weizen trennt. Also an der Koordination ist noch Luft nach oben“, merkt Peter Kulpe trocken an, bevor sich alle richtig warm machen. Aber bitte nicht mit schnödem Lauftraining. „Nee, nicht laufen, soll doch Spaß machen, laufen tun die nachher noch genug mit dem Ball.“

„Feuer, Wasser, Sturm und Kaugummi“, heißt vielmehr das schweißtreibende Spiel, das nicht nur Kondition bringt, sondern auch die Aufmerksamkeit fördert. „Feuer“, brüllt Co-Trainer Nico Cardella, und alle flitzen in die nächste Ecke.

Ein Derby der besonderen Art

Bei „Wasser“ springen sie auf die Turnbänke, „Sturm“, heißt, sich sofort auf den Boden zu werfen und „bei Kaugummi, da klatschen wir gegen die Wand“, heißt es aus dem Kader, worauf der Trainer eilig korrigiert: „Bitte, bitte nicht gegen die Wand laufen, sondern vorher bremsen und dann wie festgeklebt davor stehen bleiben.“

Zeit für eine Trinkpause. Max (9), Schalker vom Scheitel bis zur Sohle, ist höchst vielseitig einsetzbar. „Stürmer und Torwart, ich war schon oft hier.“ Ein misstrauischer Blick auf den Schreibblock: „Warum machst du das?“ Immer schön wachsam bleiben, auch ohne persönlichen PR-Berater . . .

Marcel kennt genau seine Position. „Linker Verteidiger. Mein linker Fuß soll hier besser werden, ich muss ja auch links flanken.“ Jetzt geht’s endlich um die Wurst: Dynamo Dresden gegen Werder Bremen heißt die erste Begegnung, Borussia Dortmund gegen FC Kray die zweite. Hohes Tempo von Anfang an. Ist schließlich Derby. Und das hat immer seine besonderen Reiz.