Sponsoren für neue Stadtfahnen in Neviges gesucht

Auch am Schloss hängen von Mai bis Oktober drei Fahnen. Doch in diesem Jahr könnten die Masten zur Wallfahrtseröffnung nackt bleiben, falls sich bis dahin kein Sponsor für neue Fahnen findet. Die alten sind inzwischen zerschlissen.
Auch am Schloss hängen von Mai bis Oktober drei Fahnen. Doch in diesem Jahr könnten die Masten zur Wallfahrtseröffnung nackt bleiben, falls sich bis dahin kein Sponsor für neue Fahnen findet. Die alten sind inzwischen zerschlissen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Fahnen an den drei Ortseingängen sind zerschlissen, für neue fehlt das Geld. Nun geht die Werbegemeinschaft Neviges auf Sponsorensuche.

Neviges..  Ausflügler freuen sich über den freundlichen Willkommensgruß, den Nevigesern sind sie ans Herz gewachsen: Die Fahnen mit Stadt- und Kirchenwappen, die von Mai bis Ende Oktober an drei Standorten hängen: vor dem Schloss, an der Bogenstraße und an der Elberfelder Straße Höhe Waldschlößchen. Doch dieses Jahr könnten die Masten nackt bleiben.

Der Fahnenstoff ist nach einigen Stürmen so zerschlissen, dass eine Reparatur nicht mehr möglich ist. Dazu kommt der Grünspan, der sich irgendwann mit den Jahren in den Stoff frisst. „Wir haben schon alles probiert: Ausbürsten, waschen, aber da ist man absolut machtlos“, sagt Helmut Wulfhorst, der als zweiter Vorsitzender der Werbegemeinschaft Neviges zu den „Wächtern der Fahnen“ gehört, wie er es nennt. Wenn am 1. Mai die Wallfahrtssaison eröffnet wird, hängen die Mitglieder die Fahnen auf, am 31. Oktober werden sie dann abgenommen. Und in der Zwischenzeit? Da ist Wartung und Pflege angesagt.

Es bleibt ein Loch von 600 Euro

„Zwei bis drei Mal im Jahr werden die Fahnenketten erneuert, vor jedem Aufhängen im Frühjahr wird der Stoff gewaschen, inspiziert und ausgebessert“, so Wulfhorst, der bei der letzten Durchsicht zu dem niederschmetterndem Ergebnis kam: „Die sind alle hin, wir brauchen neue.“ Doch dafür fehlt zurzeit das Geld.

Knapp 1000 Euro müssen für insgesamt neun Fahnen an den drei Standorten aufgebracht werden. Ein Drittel könnte die Werbegemeinschaft stemmen. „Wir wollen ja nichts geschenkt haben, um unsere Stadt in gutem Licht dastehen zu lassen. Aber alles können wir eben auch nicht allein zahlen.“

Bleiben noch gut 600 Euro offen, für die Helmut Wulfhorst bisher vergeblich mit der Sammelbüchse herumging. „Ich habe Velbert Marketing angesprochen, die Stadt, die Stadtwerke, überall gab es nur Absagen.“ Auch bei den Technischen Betrieben Velbert (TBV), die vor Jahren für den letzten Fahnensatz in ihre Schatulle griffen, habe er nur ein Kopfschütteln geerntet. Die Haushaltskassen sind leer.

Seine letzte Hoffnung setzt der rührige Inhaber des Nevigeser Reisedienstes jetzt auf die private Wirtschaft, auf hiesige Unternehmen. „Die Fahnen gehören einfach zu Neviges. Man fährt in diesen Ort und weiß, hier ist etwas besonderes.“ Dass die Masten dieses Jahr nackt bleiben könnten, mag er sich gar nicht vorstellen.