So schlau als wie zuvor
20.06.2007 | 09:11 Uhr 2007-06-20T09:11:11+0200Genossenschaftliche Lösung findet unter Wobau-Mietern nur wenige Freunde. Rücklaufquote bei Befragungsaktion enttäuscht Erwartungen. Jetzt folgen Sondierungsgespräche mit Genossenschaften
Wesentlich weniger als erhofft - nämlich gerade einmal etwas mehr als 21 Prozent aller 3940 angeschriebenen Mieter-Haushalte der Wobau - haben sich an der Umfrage beteiligt, wie hoch das Interesse ist, einer Genossenschaft beizutreten. Details hierzu stellte Mechthild Stock am Dienstagabend im Stadtrat vor, wo das Thema anschließend auch noch hinter verschlossenen Türen erörtert wurde. Nach Auskunft der Dezernentin, die anlässlich der Sitzung die Auswertung noch eigens aktualisiert hatte, haben lediglich 359 Mieter Interesse an einer genossenschaftlichen Lösung bekundet, hingegen haben sich 450 Haushalte dagegen ausgesprochen. Nur einige wenige wollten sich gar nicht festlegen, jedoch hat sich die überwältigende Mehrheit - deutlich mehr als 3000 Mieter - erst gar nicht zurückgemeldet.
"Wir können nun weder in der einen noch in der anderen Richtung einen wirklichen Rückschluss ziehen", wertete Bürgermeister Stefan Freitag, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Wohnungsbaugesellschaft Velbert, gestern im Gespräch mit der WAZ das Ergebnis der Umfrage. Dafür mangele es dieser aus Sicht der Verwaltung und der Beteiligungsverwaltungsgesellschaft einfach zu sehr an Repräsentativität. So sei man jetzt genauso schlau wie vor der Aktion. Der Rat wolle trotzdem an der Prüfung genossenschaftlicher Modelle festhalten, erklärte Freitag weiter.
Deshalb wollten die Wobau-Gesellschafter nunmehr die Ferienwochen nutzen und mit "ausgewählten Genossenschaften Sondierungsgespräche" führen, um auszuloten, was diese "sich überhaupt vorstellen" könnten. Die Ergebnisse werde man dem Stadtrat im September vorlegen.
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