So können die Velberter den Hochsommer genießen

So ist’s richtig: Abkühlung gibt’s in den nächsten Tagen vor allem im Parkbad oder im Panoramabad.
So ist’s richtig: Abkühlung gibt’s in den nächsten Tagen vor allem im Parkbad oder im Panoramabad.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Velberter Ärzte raten: Viel trinken, richtig kleiden und Anstrengungen vermeiden. Auch der Rettungsdienst stellt sich auf hitzebedingte Einsätze ein.

Velbert..  Einen Hut aufsetzen. Im Schatten sitzen. Das schöne Wetter unter dem Sonnenschirm einer Eisdiele genießen. Die Beine nach oben legen. So sieht der vernünftige Rat der Velberter Ärztin Sabine Deußen aus.

Kaum sind die Regentage vorüber und eine Hitzewelle wird angekündigt, schon stöhnen die Daheimgebliebenen über die Temperaturen, die weit über die dreißig Grad in den nächsten Tagen klettern werden.

Dr. med Peter Plaza, der Allgemeinmediziner, gibt umfassend Ratschläge, wie extrem hohen Temperaturen zu begegnen ist. „Helle, möglichst weiße, Kleidung, die den Körper locker umspielt, ist ein Muss und trägt zum Wohlfühlen bei. Zwischen elf Uhr und fünfzehn Uhr am Nachmittag kühle Räume aufsuchen.“ Doktor Plaza rät besonders zu dieser Tageszeit, Anstrengungen zu meiden.

Hitze und drei Strickjacken

Und auch die Ernährung ist ihm wichtig. „Leichte Kost“, sagt er, „Obst und Gemüse, statt eines Steaks.“ Besonders haben es ihm ältere Leute, Kinder und kleine Hunde angetan. „Bei diesem Wetter: ein armer Hund, im Auto eingeschlossen. Nicht auszuhalten.“

Plaza weiter: „Ein normalgewichtiger Mensch sollte unbedingt zweieinhalb bis drei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Dazu zählen nicht Kaffee und schwarzer Tee. Bitte keine eiskalten Getränke, besser lauwarm. Ein heißer Tee zwischendurch? In Ordnung. Der öffnet die Poren. Kalte Getränke ziehen alles zusammen.“ Neben Wasser ist eine ausreichende Salzdosis am Tag notwendig. Ein Viertel Liter Brühe (mit einem halben Teelöffel Salz) ist zu empfehlen. „Ältere Mitbürger und Kinder verlieren schneller Flüssigkeit als Erwachsene“, sagt Peter Plaza, „sie sollten von uns geschützt werden.

Aufgabe von Klaus Singbeil, dem Leiter der DRK Senioreneinrichtungen und seiner Pflegedienstleitung ist es, eine ganze Reihe von Maßnahmen umzusetzen. „Da muss daran gedacht werden“, sagt Klaus Singbeil, „dass das Mineralwasser nicht ausgeht, dass tagsüber die Vorhänge zugezogen werden, dass nachts gelüftet und leichtes Bettzeug angeboten wird und die Damen und Herren natürlich ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.“

Wolfgang Daldrup, Teamleiter bei der Velberter Feuerwehr, spricht von Notarzteinsätzen bei Kreislaufproblemen älterer Menschen, die nicht sein müssten, weil sie nicht genügend trinken. Dann haben sie drei Strickjacken an, die man ihnen unter Zwang ausziehen muss. Trinken ist bei diesem Hitzewetter das Allerwichtigste.