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Schüler verabschieden Schulleiterin

29.06.2012 | 17:36 Uhr
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Schüler verabschieden Schulleiterin
Zu dem Lied „Für Dich soll es rote Rosen regnen“ legen die Kinder der Grundschule Sontumer Straße rote Rosen in die Nestschaukel, in der Schulleiterin Gabriele Beetzen Platz genommen hat, die so in den Ruhestand verabschiedet wird.

Gabriele Beetzen war 24 Jahre lang Rektorin an der Grundschule Sontumer Straße. In Velbert gilt sie als die Pionierin für integrative Beschulung in einer Regelschule

Die Schaukel, auf der Gabriele Beetzen sitzt, gleicht einem Thron, ihr Haupt ziert eine Krone. „Ich fühle mich königlich“, ruft sie dankend in die Menge. So sehr sie den Moment auch auskostet, gleichzeitig versucht sie ihre Tränen zurückzuhalten. Denn: Nach 24 Jahren gibt die Schulleiterin der Grundschule an der Sontumer Straße ihren Posten ab.

Mit dem Lied: „Für dich soll es rote Rosen regnen“ wird die 62-Jährige von Schulkindern, Eltern und Geschwistern gebührend verabschiedet. „Der Tag ist einfach nur aufregend“, staunt Beetzen über die zahlreichen Geschenke und Grüße und wagt einen Blick zurück. „In den Jahren hat sich viel verändert. Der Beruf ist wesentlich anstrengender geworden und das Leben der Kinder hat sich verändert“, so die Lehrerin mit den Lieblingsfächern Mathe und Kunst. „Dafür habe ich viel Neues von den Kindern und den jungen Lehrern gelernt und kann wunderbar mit dem Computer umgehen“, grinst sie.

Nähe war ihr immer am wichtigsten. Sie wagte mit dem Kollegium auch als erste den Versuch, behinderte und nichtbehinderte Kinder gemeinsam zu unterrichten.

So schwer der Abschied fällt, sie hat sich entschieden: „Mein Lebensgefährte ist Ingenieur und arbeitet überall auf der Welt. Durch die Arbeit sehe ich ihn zu selten“, erklärt die Mutter einer Tochter. Bis zur endgültigen Pensionierung macht sie Altersteilzeit. Blickt man jedoch auf ihren Zettel, so kann von Ruhestand keine Rede sein. „Ich habe noch viel vor“, betont die 62-Jährige. Viel reisen will sie, ihr Niederländisch verbessern und Spanisch lernen, mit der Enkeltochter Rad fahren und Krimis lesen. Ganz besonders freut sie sich, viel Zeit für die Acryl- und Aquarellmalerei zu haben und ehrenamtlich mit einer Demenzgruppe zu häkeln.

Susanne Kollmann

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