Schüler der Music’s Cool in Neviges zeigten ihr Können

Liebt ihre Gitarre und singt gern: Mara hatte viel Spaß dabei zu zeigen, was sie im letzten Jahr im Unterricht alles gelernt hat. Auch die jungen Tänzer begeisterten mit Choreografien ihr Publikum.
Liebt ihre Gitarre und singt gern: Mara hatte viel Spaß dabei zu zeigen, was sie im letzten Jahr im Unterricht alles gelernt hat. Auch die jungen Tänzer begeisterten mit Choreografien ihr Publikum.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Von Mozart bis Hip Hop: Eine Woche lang haben Kinder und Jugendliche der privaten Musikschule „Music’s Cool“ Eltern, Großeltern und Freunden gezeigt, was sie im letzten Jahr gelernt haben.

Neviges..  Ein bisschen aufgeregt ist Mara ja schon. Kein Wunder, Gitarre spielen, gleichzeitig singen, und das alles vor so vielen Leuten. Eine Woche lang zeigten die Kinder und Jugendlichen der Musikschule „Music’s Cool“, was sie im letzten Jahr gelernt haben. Jeder kann, niemand muss, so die Philosophie der diplomierten Musikpädagogin Annika Gaida und des Bandleaders Knut Kornatz, die die Einrichtung an der Elsbeeker Straße 112 gemeinsam leiten.

Heiterkeit, Gelassenheit und gute Laune strahlt auch das junge achtköpfige Dozenten-Team aus. Ganz zu schweigen von den stolzen Eltern, Großeltern und Freunden, die sich an diesem Spätnachmittag bei den „Summer Auditions“, so der Name der fünftägigen Schau, in den sonnengefluteten Raum drängen. Alles swingt, klatscht, wippt mit den Füßen.

Kinder dürfen mitbestimmen

Doch zurück zu Mara (11). Dass sie später souverän den Sarah Connor-Hit „Wie schön du bist“ meistert und dabei kein bisschen nervös wirkt, ist auch ein wenig ihrer Freundin Dijana zu verdanken: „Ich hab Mara vorher abgelenkt, mit so komischen Fragen wie: Wie viel Eis hast du heute gegessen. Danach war sie weniger aufgeregt.“ Bei Maras Auftritt steht Dijana, ganz professionelle Managerin, stolz neben der Bühne und fiebert mit. „Ich würde hier auch gerne hingehen. Vielleicht erlauben mir meine Eltern das ja.“ Warum alle, die hier ein Instrument lernen, in der Band spielen, Gesang,- oder Tanzunterricht nehmen, so begeistert sind: „Man lernt ganz viel und es macht total viel Spaß. Herr Kornatz fragt auch immer: Wozu hast du denn heute Lust?“, erzählt Mara, die seit zwei Jahren Gitarre spielt und jetzt auch singt.

Nisa, gerade mal sechs Jahre alt, bezauberte mit ihrem lässigen Filzhütchen auf dem Kopf als „Fiddelhexchen“, so der Programmpunkt der kleinen Geigerin. Nisa gehört zu Annika Gaidas Schützlingen. Die Musikwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Musikpädagogik lehrt das Instrument Geige und ist außerdem für die Kleinsten im „Instrumentenkarussell“ und bei der Musikalischen Früherziehung verantwortlich. Beim „Instrumentenkarussell“ können die Kleinen ganz in Ruhe ausprobieren, was ihnen zusagt. Da Lea-Sophie (6) sich nicht entscheiden konnte, fährt sie jetzt doppelgleisig: Gitarre und Geige, dazu spielt sie jeden zweiten Samstag im Quartett. Ihre kleine Schwester Lilli (4) hatte sich für das verehrte Publikum den „Indianertanz“ ausgesucht. „Annika hat ein unglaubliches Feingefühl, mit den Kleinen umzugehen“, ist Mutter Stephanie Kroepel-Eiting von der „Music’s Cool“ überzeugt.

Gabriel und die Fantastischen Vier

Schwarzes Jacket, die Ärmel lässig hochgerollt, so kommt Gabriel ganz lässig auf die Bühne. Der Elfjährige hat sich „Wir ernten, was wir säen“ von den „Fantastischen Vier“ ausgesucht. Wie ein alter Hase rappt er los: „Die Leute gehen voll ab, die flippen aus“, heißt es darin, und das Publikum ist hin und weg. Warum gerade dieses Lied? „Weil mir Hip Hop einfach total gut gefällt.“ Sein Programm: „Einmal in der Woche E-Gitarre, einmal Gesang.“ Stress ist dabei ein Fremdwort, „die Lehrer hier sind echt super“. Und haben auch selbst einen riesigen Spaß daran, mit ihren Schützlingen zu arbeiten, wie Florian Franke, der Gesang und Komposition studierte und Gabriel am Klavier begleitete, förmlich anzusehen war.

Während Pia (16) ihr Können mit einem Allegro von Mozart unter Beweis stellte, dokumentierte Julia (23), dass auch Erwachsene hier gut aufgehoben sind. Seit gut einem Jahr nimmt sie Gitarren- und Gesangunterricht. Ihre Interpretation von James Bays „Hold back the river“ geht unter die Haut. „Ich mag das Lied sehr gern. In der Musik etwas von sich geben zu können, ist einfach schön.“