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Kerzenzauber

Schönstes Fest in Langenberg

07.10.2012 | 19:00 Uhr
Schönstes Fest in Langenberg
Langenberger Kerzenzauber in der Altstadt: Spektakuläre Showeinlage mit Feuer.Foto: Herbert Höltgen

Langenberg.   Zum Kerzenzauber kamen wieder zahlreiche Besucher in die Altstadt.

Punkt 18 Uhr riss der Himmel auf und es gab nicht einen Tropfen Regen mehr: Der (Kerzen)-Zauber konnte beginnen.

Silvia Schinke war bislang bei jedem Kerzenzauber dabei: „Es ist immer so heimelig, so schön gemütlich.“ Sie wiegte sich wie einige andere auch im Takt des Saxophons, das vor dem Seidenweberdenkmal an der alten Kirche zu hören war. Eine halbe Stunde zuvor war hier der „Leineweber“ Karl Goldmann zu seiner Führung gestartet. Seine Frau Rose begleitete ihn: „Unser Weg führte uns über die frühere Königstraße am Deilbach entlang. Straßen und Gassen waren gesäumt von weißen und roten Lichtern. An der ehemaligen Bandweberei Feldhoff kamen wir zur Lichtwerkstatt des Waldorfkindergartens, hier wurde fleißig gebastelt und Kerzen in vielen bunten Verkleidungen wurden zum Verkauf angeboten.“ Salome (8), Sofie (8) und Menora (9) bedienten dort die Kasse: „Wir haben heute viel zu tun.“ Dabei blieb noch genug Zeit für die drei Freundinnen gemeinsam zu singen und zu tanzen und gute Laune zu verbreiten.

Historische Altstadt erstrahlte

Die Stadtführung des Leinewebers ging weiter: „Von der Pauls-Kathedrale ’Die Planke’ ging es über die Hüseker Brücke in die ’Hölle’, hier spielte die Barmer Ersatzkapelle vor großem Publikum. Die Dönekes über die Kohlentreiber musste dabei etwas lauter erzählt werden, um überhaupt gehört zu werden,“ berichtete Rose Goldmann. „An der alten Waage bogen wir ab und wurden kurz darauf von der Feuertänzerin eSteffania gestoppt. Ihre Show war bewundernswert, sie schwenkte die brennenden Keulen, das die Funken nur so flogen und gebannt schauten wir alle zu.“ Dann kreuzte der riesengroße Stelzenläufer den Weg, die Führung ging weiter. Anschließend kehrten Goldmanns im neu eröffneten AlldieKunst-Kaufhaus ein.

Von der Stadtführung und sowie anderen Gästen unbemerkt war Sängerin Katrin Eggert kurzfristig von ihrem angestammten Platz vor der Adler-Apotheke in die Gaststätte Alt-Langenberg umgezogen. „Leider hat es bis kurz vorher in Strömen geregnet, und wir mussten ja aufbauen“, Ivonne Backhaus war froh über den unproblematischen Umzug. „Das ist doch ein Traum“, schwärmte Elke Zuber. Man konnte schon Gänsehaut bekommen, wenn die volle Stimme von Eggert erklang.

Stockbrot über Feuerkörben, Eintöpfe, die „Goldene Currywurst“, für jeden war beim Kerzenzauber etwas dabei. „Leider haben die Anwohner in den ersten Etagen nicht mit gespielt“, beklagte Wolf-Dieter Thien. „Wahrscheinlich wohnen dort alles Bauingenieure, die wegen der Sicherheitsvorschriften keine Kerzen aufgestellt haben“, lachte seine Frau.

„Das ist das schönste Fest überhaupt“, schwärmte Bernd Feldbusch.

Geburt der AlldieKunst

Norbert Bauer und seine vielen ehrenamtlichen Helfer waren von dem großen Anklang völlig überrascht: „Die Leute waren aus Krefeld, Düsseldorf, Essen und sonst woher angereist. Die Resonanz war überragend.“

Maris Tippkämper, Student der Essener Folkwang Universität konnte gar Vergleiche ziehen: „Wir hatten den ‘Spielautomaten’ in Essen stehen.“ Freitagabend hatten weit mehr Leute daran gespielt als an allen drei Ausstellungstagen dort. „In der Bauphase werden wir samstags und sonntags nur von 16 bis 18 Uhr geöffnet haben,“ so der Initiator. „Und Helfer können wir auch noch gut gebrauchen: Jeden Dienstag treffen wir uns um 20 Uhr im AlldieKunst-Kaufhaus, Wiemerstr. 3“, ergänzt er verschmitzt.

Editha Roetger



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