Schneemänner in der Sonnenschule

Die Lehrerinnen der Sonnenschule machen nicht nur vor der Tafel eine gute Figur, sondern auch beim Schneemänner-Tanz.
Die Lehrerinnen der Sonnenschule machen nicht nur vor der Tafel eine gute Figur, sondern auch beim Schneemänner-Tanz.
Foto: Duhme
Was wir bereits wissen
Karneval zeigen alle Klassen kleine Aufführungen. Ganz aus dem Häuschen sind sie beim Tanz ihrer Lehrerinnen. Und Bochum ist jetzt Karnevalshochburg.

Neviges..  Der Ruf ist fröhlich und mitreißend und schallt per Lautsprecher durch die ganze Schule: „Helau, liebe Kinder, hier spricht die Schneekönigin. Ich werde gleich die große Polonaise anführen.“

Und schon fliegen „die Löcher aus dem Käse“, strömen Zirkusprinzessinnen und Cowboys auf den Schulhof der Sonnenschule. Zu ihrer Schneekönigin, zu Schulleiterin Christa Schreven, die mit den kleinen Jecken um die Wette strahlt, als sie den närrischen Lindwurm anführt.

„Die Karawane zieht weiter“, aber Durst hat hier jetzt niemand. Dafür sind sie alle viel zu aufgeregt, fiebern in der Aula ihrem Auftritt entgegen: Jede Klasse hat sich zusammen mit ihrer Lehrerin etwas ausgedacht. Nur mal kurz Oma und Opa zuwinken, dann wird es ernst – aber natürlich mit ganz viel Spaß. Galant führen Max und Sarah aus der Klasse 3 durch das Programm: „Und nun einen besonderen Beifall für unsere Funkenmariechen!“ Und dann legen sie los, die kleinen Tänzerinnen, schlagen Rad, dass einem schon vom Hinschauen ganz schwindelig wird.

Apropos Funkenmariechen, für die Sonnenschulkinder ist jetzt klar: Die wahre Karnevalshochburg ist nicht Köln oder Düsseldorf, sondern – Bochum! Von dort stammt nämlich ihre neue Lehrerin Carina Schultze und dort trainiert sie auch im Karnevalsverein. „Frau Schultze“, wie einige begeistert rufen, ist spätestens seit dieser Feier die Allergrößte. Wie die in den Spagat springt. Und Salto rückwärts schlägt – da bleibt den kleinen Narren die Spucke weg.

Viel Applaus gab’s für die Jüngsten aus der ersten Klasse für ihren „Jambo Mambo-Tanz“. Da muss der kleine amerikanische Cop glatt seine Mütze fest halten, als es heißt: „Wie die Palmen, so wiegen wir im Wind.“

Witzig, was sich die Klasse 2 ausdachte, nämlich einen Sketch in einer Nevigeser Kneipe, in der sich alle zu Tode langweilen. Und Getränke gibt’s in dem Saftladen auch nicht, da muss man schon rhythmisch mit den Plastikbechern auf den Boden hauen.

„Echte Fründe stonn zesamme“ schmettern die Höhner aus dem Lautsprecher, und den Stars der „Strumpfhosen-Truppe“ der Klasse 3 bleibt auch gar nichts anderes übrig – teilen sich hier doch immer zwei eine Strumpfhose. Da ist es gar nicht so einfach, graziös die Beine in die Luft zu werfen – das geneigte Publikum tobt begeistert. Auch beim Hip-Hop der Klasse 4, die mit artistischen Boden-Einlagen begeistert oder der Solo-Einlage einer kleinen Ballett-Tänzerin, die alle mit ihrer Anmut und ihrer Grazie in den Bann zieht.

Doch bei wem brüllen alle besonders laut und vehement „Zugabe, Zugabe“? Ganz klar, bei „Olaf“ aus dem Film „Die Eiskönigin“, und der kommt hier gleich in achtfacher Ausführung. Alle Lehrerinnen sind „Olaf“ und tapsen rhythmisch durch die Gegend, springen ins „Wasser“ – auf ein blaues Handtuch – und freuen sich ihres Lebens. Die kleinen Narren kreischen. Schule kann richtig toll sein.