Schlossstadtsänger bringen den Sound des Karneval

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Was wir bereits wissen
Auf eine 110-jährige Geschichte schauen die Schlossstadtsänger zurück. In diesen Tagen sind die 19 Sangesbrüder in närrischer Mission unterwegs.

Überzeugte Karnevalisten setzen auf Qualität – bei der Auswahl der Prunksitzungen ebenso wie bei der Musik. In Velbert haben die Freunde des organisierten Narrentums in dieser Hinsicht große Auswahl: zu den Abendveranstaltungen der großen Karnevalsvereine kommen noch die launigen Angebote der Kirchengemeinden und des Vereins für Velberter Kinder hinzu. Aber mancherorts wird an der Musik, die doch zwingend live sein sollte, gespart, und so werden nicht wenige fröhliche Narren mit Mucke aus der Konserve beschallt.

Und dabei bieten sich die Gralshüter der Velberter Karnevalsmusik doch mit Schmackes an: Die Schlossstadtsänger, die in diesem Jahr auf 110 Jahre Tradition verweisen können, pendeln dieser Tage von Party zu Party. Und das über die Stadtgrenzen hinaus: Im Barmer Brauhaus spielte die Truppe um Chorleiter Thomas Reuter beim Prinzentreffen auf. „In einer Reihe mit den Kölner Größen wie Funky Marys oder den Kölsche Adler zu singen war schon große Klasse“, so Geschäftsführer Klaus Pingsmann. Auch beim Velberter Prinzentreffen waren sie dann dabei im Karsten’s im Sportzentrum.

Vor Rosenmontag hatte der 19-köpfige Chor noch einen regelrechten Karnevalsmarathon abzuleisten: Auftritt im Johanniter-Heim am Dienstag, im Domizil am Mittwoch und am gestrigen Donnerstag zunächst in der Sparda-Bank an der Friedrichstraße am Mittag, dann im DRK-Heim am Wordenbecker Weg am Nachmittag – „gerade in Altenheimen treten wir gerne auf“, sagt Pingsmann.

Dankbares Publikum im Heim

„Die Leute dort erleben nicht viel und kennen doch in der Regel die Liedertexte, ein überaus dankbares Publikum!“. Höhepunkt im Karneval ist jedoch auch für die Schlossstadtsänger der Rosenmontag, wo zum bereits fünften Mal eine mobile Bühne neben der Sparda-Bank aufgestellt wird. „Alle freuen sich an diesem Tag auf den Zug, da muss man doch in der spannenden Wartezeit davor die Stimmung anheizen“, meint Pingsmann. Und so legen die Jungs ab 13.11 Uhr los: Kostümiert baut sich der in Maximalstärke 19 Mann umfassende Chor auf, und wenn niemand erkältet oder verreist ist, sind das folgende Sänger: Klaus Pingsmann, Helmut Mintert, Bernd Laukötter mit Gitarre, Ede Hempelmann, Andreas Hempelmann, Stefan Hempelmann, Hans Reinold, Theodor Serres, Eduard Lindemann, Horst Scheidtmann, Wolfgang Bertram, Rolf Wackermann, Peter Zimmermann, Norbert Reidenbach, Dieter Schaube, Reinhard Nagel, Helmut Wegert, Heinz Linke und Wolfgang Merten. Musikalisch stehen dieser „Mannschaft“ Jürgen Tissen und Manfred Bähring am Akkordeon und Andreas Eichler an der Tontechnik zur Seite.