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Schließfach verzweifelt gesucht

31.08.2012 | 22:00 Uhr
Schließfach verzweifelt gesucht
Die Preise für Schließfächer in der Sparkasse HRV variieren. Frei ist zurzeit keins.Foto: Volker Herold

  Immer mehr Anleger suchen für Gold, Bargeld, Schmuck und andere Vermögenswerte den Schutz des Schließfachs. Doch das Angebot der Banken ist begrenzt.

Immer mehr Anleger suchen für Gold, Bargeld, Schmuck und andere Vermögenswerte den Schutz des Schließfachs. Doch das Angebot der Banken ist begrenzt. „Die Auslastung unserer Schließfächer ist seit Jahrzehnten sehr gut. Wir haben nichts frei“, erklärt Oliver Radulovic, Sprecher der Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert. „Die Nachfrage ist sehr hoch“, weiß er. Doch die Zahl der Banksafes ist nun mal begrenzt. Immerhin 1045 Schließfächer gibt es in der Hauptstelle in Velbert.

Der Wunsch, Münzen, Goldbarren oder Schmuck hinter dicken Wänden und Schlössern gut beschützt zu wissen, wächst. Das gilt auch für die Zahl der Wohnungseinbrüche im Kreis Mettmann, die 2011 im Vergleich zum Vorjahr von 180 auf 223 Fälle anstieg. Kein Wunder, dass vielen das Versteck unter der Matratze oder die Keksdose im Küchenschrank nicht mehr sicher genug ist.

Banktresore bieten da Sicherheit für vergleichsweise geringe Kosten. „Das kleinste Schließfach ist sieben Zentimeter hoch und kostet 30 Euro im Jahr“, teilt Oliver Radulovic mit. „Große Schließfächer kosten bis zu 345 Euro im Jahr.“ Das Schließfach im Bankkeller gilt zu recht als sicher. Die Räume sind brandgeschützt und der Inhalt der Fächer ist zudem versichert.

Ein Schließfach bei der Sparkasse anmieten kann übrigens nur ein Bankkunde des Hauses. „Wir sind immer ausgebucht, da gehen eigene Kunden natürlich vor auf der Warteliste“, betont Oliver Radulovic. Das Gleiche gilt auch bei der Deutschen Bank in Velbert: „Schließfächer werden nur an eigene Kunden vermietet, im übrigen ist auch hier kein Fach frei“, betont ein Banksprecher. Bei der Commerzbank in Velbert gibt es überhaupt keine Schließfächer. Die nächste Filiale mit Schließfächern befindet sich in Essen-Kettwig.

Insgesamt geht der Trend schon seit längerem zum sicheren Bankschließfach. Doch generell sind die Anlagen gut ausgelastet, so dass frei werdende Schließfächer meist auch schnell wieder belegt sind, erläutert der Deutsche Sparkassen- und Giroverband. Das Sicherheitsempfinden der Menschen ist gewachsen und damit auch die Nachfrage nach Schließfächern.

Die Hersteller und Zulieferer von Banksafes machen ähnliche Feststellungen. „Wir stellen seit 1857 Hochsicherheitsschlösser für den Bankenbereich her“, erklärt Ekkehard Gram, Sprecher der Velberter Firma Carl Wittkopp Tresortechnik. „Unsere Schlösser erfüllen die Standards verschiedener Sicherheitsklassen. Ein Hochsicherheitsschloss kostet immerhin 1000 Euro und mehr“, weiß er.

Auch Tresore für das eigene Zuhause sind gefragt wie nie. Ob es an der Angst vor Einbrechern liegt oder so mancher Kunde fürchtet, dass die Finanzbehörde vom Bankschließfach erfährt und darauf zugreifen könnte – das Geschäft boomt. „Wir bieten einfache tragbare Safes, Möbeltresore und stabile Wandtresore an“, sagt Andreas Seidler vom Obi-Baumarkt in Velbert. Der Safe fürs Eigenheim koste zwischen 40 und 180 Euro. Dafür werde aber die Prämie für die Hausratversicherung günstiger.

Thomas Borowski


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