Schauspieler Adnan Maral tauscht Rolle mit Velberter Schülerin

Schauspieler Adnan Maral versucht sich an der Posaune. Für zwei Tage hat der Schauspieler das Leben der Velberter Schülerin Leana gelebt.
Schauspieler Adnan Maral versucht sich an der Posaune. Für zwei Tage hat der Schauspieler das Leben der Velberter Schülerin Leana gelebt.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Für eine Fernsehsendung hat der Schauspieler Adnan Maral zwei Tage lang mit der Velberter Schülerin Leana die Rollen getauscht. Besonders der Musikunterricht war eine Herausforderung.

Velbert.. Der kleine, gerade ein Jahr alte, Joshua Richardt, Bruder von Leana, weint herzzerreißend, drückt sich fest an seine Mama, als Adnan Maral Posaunenunterricht bekommt. Im Raum 1.4 der Musikschule an der Lindenstraße laufen Dreharbeiten zu einer Produktion des Familiensenders Boomerang. Es sollte eigentlich ein wunderbarer Schlussakkord zu einer Folge der Serie „Ich bin Du – und Du schaust zu“ werden. Aber eines nach dem anderen: Es wurde alles gut – wie es bei Serien üblich ist.

Anweisungen von den Kindern

Prominente tauschen für zwei Tage ihr Glitzerleben mit dem Alltag eines Kindes. So genau als möglich. Mit dabei sind die Schauspielerin Sonya Kraus, der Sänger und Moderator Ben, Comedian Wigald Boning, der Schauspieler Ingo Naujoks (Heiter bis tödlich: Morden im Norden) – und in Velbert der Schauspieler Adnan Maral. Sechs Folgen sollen voraussichtlich im Herbst über den Bildschirm flimmern.

Adnan Maral, der unkomplizierte, freundliche und sportliche Schauspieler, Star der ARD-Serie „Türkisch für Anfänger“, schlüpfte in die Tagesabläufe seines Tauschkindes, der zehnjährigen Leana Richardt, die an der Grundschule Birth die vierte Klasse besucht. Adnan nahm statt Leana bei Herrn Gallwas am Unterricht teil. „Meine Kinder, fünf, acht und zehn Jahre alt, hatten mich mit guten Ratschlägen von Bayern nach Velbert auf den Weg geschickt. Ich sollte bloß den Kindern in der Schule zuhören und keinen Ärger machen. Weil, sie wollten nicht, dass ich vor die Klassentüre gehen muss“, erzählt der Schauspieler. Ja, und Fotos würden sie sich wünschen, damit sie wissen, was er so macht. Die Schulstunde hat Papa Maral gemeistert. Reitunterricht brachte er unbeschadet hinter sich. Vielleicht war das Pferd nicht ganz so hoch und insgesamt friedlich.

Ein Höhepunkt der Tauschaktion war dann der Posaunenunterricht, die große Prüfung, wie es die Filmleute ankündigten. Adnan versicherte, dass er noch nie Posaune gespielt hatte. Nach den ersten Tönen glaubte es ihm auch Wilfried Rompa, Leanas Musiklehrer. Vor der Unterrichtsstunde wurde Wilfried Rompa von der sommerlich gekleideten Stefanie im Gesicht und zwischen dem glänzenden Rund seiner seitlichen Kopfhaare pudergepinselt. Adnan war auch noch dran, damit er nicht so leuchtet. Lehrer und Schüler hatten viel Spaß beim Üben. Der Schüler machte Fortschritte. Und als Leana die letzten Töne hören wollte, Adnan nur noch die Lippen bewegte, weil er hoffte, sie würde ihm helfen, war die Prüfung bestanden. Auch Wilfried Rompa war im Scheinwerferlicht der Kameras zufrieden.

Atemübungen im Liegen

David Gromer, Autor und Regisseur der zuständigen Produktionsfirma „Bumm film“, bedankte sich nach dem Dreh bei Musiklehrer Rompa und Adnan Maral, die dem Posaunenunterricht eine kreative und spaßige Note gaben: Maral blies sogar liegend in das Instrument und machte dabei sogar noch Atemübungen. Profihaft das Ganze.

Adnan Maral fand: „Für zwei Tage Leana zu sein, war eine besondere Herausforderung.“ Und Leana stellte fest: „Ich bin zufrieden. Er hat es gut gemacht.“