Sanierung des alten Rathauses in Neviges rückt näher

Altes Rathaus Neviges in Velbert Foto: Uwe Möller/HM 02.01.2009
Altes Rathaus Neviges in Velbert Foto: Uwe Möller/HM 02.01.2009
Foto: Uwe Möller
Was wir bereits wissen
Der Bauantrag für die geplante „Residenz am Nevigeser Dom“ wird in den nächsten Tagen erwartet. Hier sollen seniorengerechte Wohnungen entstehen.

Neviges..  Es kommt Bewegung in die Nevigeser Innenstadt: Die „Residenz am Nevigeser Dom“, wie Investor André Grimmert sein Objekt altes Rathaus nennt, nimmt langsam Form an – zumindest als Modell. Im Bezirksausschuss Neviges (BZA) präsentierte Andreas Sauerwein, Fachbereichsleitung Immobilienservice bei der Stadt Velbert, eine erste Zeichnung, wie das Gebäude an der Wilhelmstraße 10 aussehen könnte.

„Der Bauantrag wird in den nächsten Tagen eingereicht“, sagte Sauerwein, den erst vor wenigen Tagen, wie er im BZA erklärte, eine zweite Nachricht des Investors erreichte: Demnach sieht der Entwurf auch vor, vier freie Stellflächen neben dem Gebäude in das Gesamtkonzept mit einzubeziehen. Diese Plätze gehören den Technischen Betrieben und müssten verkauft werden. „Das alles ist noch sehr frisch“, so der Abteilungsleiter Immobilienservice, daher könne man auch zum jetzigen Zeitpunkt noch keine verbindlichen Angaben über die Kosten des Projekts machen. Für die Anwohner der Wilhelmstraße sei allerdings der Bau von Tiefgaragen geplant.

Zum Modell: Die Fassade des denkmalgeschützten alten Rathauses bleibt demnach bestehen, die Gauben sind wiederhergestellt worden. Elf Seniorenwohnungen sollen hier entstehen, zwischen 55 und 86 Quadratmeter groß, barrierefrei und mit breiten Türen. In dem neben dem Rathaus liegenden 1899 erbauten – jedoch nicht denkmalgeschützten – Postgebäude sind neun 51 bis 66 Quadratmeter große Wohnungen geplant.

Und noch viel mehr stand auf der Tagesordnung des vier Stunden dauernden Ausschusses: So präsentierte Meike Heß von der Abteilung Generelle Planung und Stadterneuerung ein erstes Zwischenergebnis bei der Erfassung der Leerstände in der Innenstadt: 28 leere Ladenlokale wurden hier gezählt, das sind acht mehr als 2013. Generell hat Meike Heß im Erdgeschoss folgende Gewerbe aufgelistet: 26 Geschäfte füllt der Einzelhandel, also Bekleidung etc, der Bereich Nahversorgung (Supermarkt, Apotheken, Drogerie) ist in sechs Läden vertreten, es gibt 19 Restaurants und Kneipen und in 50 Ladenflächen sind Dienstleistungen wie unter anderem Versicherungen und Sparkasse vertreten. „Teilweise handelt es sich um sehr kleine Ladenlokale, die oft auch nicht barrierefrei sind.“