Rückschlag für zweite Gesamtschule
17.01.2011 | 19:38 Uhr 2011-01-17T19:38:00+0100
Velbert.Mit acht zu sieben Stimmen ist gestern die Sondersitzung des Schulausschusses abgesetzt worden.
Somit gibt es weder einen Beschluss zur Errichtung der Gesamtschule in den Gebäuden der jetzigen Hardenbergschule in Neviges, noch einen für die Einrichtung einer Oberstufe in der Tönisheider Heinrich-Kölver-Realschule (HKS). Auslöser für diesen Ausfall der Sondersitzung waren Anträge der Fraktionen von Velbert anders und des SLB. „Wir sind der Meinung, dass die bisher vorliegenden Zahlen und Fakten nicht ausreichend sind, um derart weitreichende Beschlüsse zu fassen“, trug Velbert-anders-Fraktionschef August-Friedrich Tonscheid vor. „Wir wollen kein Hauruck-Verfahren, wenn es um die Zukunft der Schulen in Velbert geht“, sekundierte der Sozialliberale Helmut Stiegelmeier.
Die anschließende Aussprache zu den Anträgen fand statt vor dem großen Karton mit den imposanten 4300 gesammelten Unterschriften für den Erhalt der HKS. Jan Lichtwitz von der SPD kämpfte um die Beratung: „Wir dürfen nicht vertagen. Wenn wir das tun, hat keiner in unserer Stadt etwas davon.“ Auch die FDP trommelte noch einmal: „Wann wollen wir denn nun endlich mit der Diskussion beginnen?“. Grüne wie Linkspartei sahen durch die Torpedierung des Ausschusses den Elternwillen missachtet: „Seien Sie sicher, die vielen bislang von der ersten Gesamtschule abgewiesenen Grundschüler und deren Eltern wollen keine Verzögerung“, so die Linke Ingrid Schween. CDU und UVB hingegen schlossen sich den Antragstellern an. „Die HKS war ursprünglich nicht in der Diskussion. Darüber wird nicht abgestimmt“, so die Unions-Position. „Das sind neue Fakten, über die wollen wir jetzt nicht beraten“, sagte Brigitte Hagling von den Unabhängigen Bürgern.
Was ist der vielbeschworene Elternwille? Tonscheid: „Elternwille haben wir eben vor dem Rathaus erlebt – die setzen sich ein für ihre gute Realschule.“ Er plädierte, man solle mit allen Betroffenen sprechen – Schülern, Lehrern, Eltern. HKS-Rektor Peter Gembach wertete den Tag als Erfolg. „Die Demo hat durchaus Wirkung gehabt, und die Absetzung dieser Sondersitzung bedeutet für meine Schule einen wichtigen Aufschub.“
Wie nun heute Hauptausschuss und Rat entscheiden, ist offen. Doch die Zeit drängt: Im Februar läuft das Anmeldeverfahren für die weiterführenden Schulen. Für das Schuljahr 2011/12 dann möglicherweise ohne zweite Gesamtschule.
21:38
@anneliese
Ich brauch nicht träumen. Aber Sie.... Von einer neuen Gesamtschule die es nicht geben wird :-)
21:03
@ birther
träum weiter
19:28
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19:27
@anneliese
Ja ich halte besagte Eltern für absolut verblödet das haben Sie richtig erkannt. Und ihre nachfolgenden Worte bestätigen das noch weiter. Was haben denn bitte die Anmeldezahlen auszusagen? Frei nach dem Motto: Millionen von Fliegen können nicht irren? - Es ist durchaus möglich, bei überdurchschnittlichen Leistungen von der Realschule auf ein Gymnasium zu wechseln um ein Abi zu machen. Man sollte sich nichts vormachen nicht bei jedem langts für ein Abitur. Wer sich ernsthafte Chancen einräumt, diesen Abschluss erreichen zu können kann sich schliesslich direkt auf einem Gymnasium anmelden. Und wenn Sie schon mit Zahlen um sich schmeissen schauen Sie sich doch mal die Zahlen von Gesamtschul-Gymnasiasten an bezüglich ihrer nachfolgenden Qualifikation. Sprich: Wieviele Gesamtschüler konnten nach dem Abi erfolgreich ein Studium abschliessen? Und wieviele Gymnasium-Abiturienten hierzu im Vergleich? Man braucht nicht für jeden Job ein Abitur....
10:01
ach ja, auch die zahlen der abschlüsse der hiesigen gesamtschule sprechen für sich. dumm ist nur wenn die kinder von der realschule abgehen, ist das heulen gross, dass sie fast keine möglichkeit haben einen höheren abschluss (abitur) auf einer anderen schule zu machen. dann ist das geschreie gross, warum nimmt die gesamtschule nicht diese schüler auf.
09:58
@ birther,
so viel unsinn habe ich lange nicht mehr auf einen haufen gelesen. Denken sie, dass die eltern , die ihre kinder auf der gesamtschule anmelden absolut verblödet sind? die zahlen sprechen für sich.wir werden sehen, wie sich die sache entwickelt. verkaufen sie die eltern bitte nicht für dumm !!!!!!
22:09
@all und Linkefraktion
Ob der Wille einiger Eltern nun als Mangel bezeichnet werden kann lassen wir mal dahingestellt. Die Schule für alle ist die eine Sache - die Gesamtschule (v.a. wie in Velbert umgesetzt) eine andere. Und die wollen die Bürger in Mehrheit in Velbert nicht haben. Befürworter sind ausschließlich einige Eltern mit Kindern ohne Quali fürs Gymnasium sonst niemand. Und mal am Rande: Was verstehen schon Eltern von Bildungssystemen und Schulformen? In der Regel nicht sehr viel. Der Aufschub ist halt der Ansatz den kläffenden Köter Gesamtschulinitiative der sich hier und da im Hosenbein festgebissen hat vorerst abzuschütteln. Nächstes Jahr ist schließlich wieder eine Gelegenheit zum Aufschub. Schade das nicht endlich mal jemand sagt GESAMTSCHULE NEIN DANKE ! In Velbert jetzt nicht und auch zukünftig nicht! Ende der Debatte !!
17:57
Von wegen Hau-Ruck Verfahren!
Der Mangel an Gesamtschulplätzen besteht seit über 10 Jahren! Jedes Jahr werden die Ablehnungen mehr!
In den Gremien ist das Thema spätestens seit unserem Antrag für den Rat im März 2010.
Was soll der Aufschub um ein Jahr erbringen? Warum sucht die HKS den Schulkrieg, anstatt mit den Gesamtschul-Befürwortern einen Kompromiss zu suchen?