Rotem Kreuz im Kreis Mettmann gehen die Blutkonserven aus

So geht’s: einmal pieksen, ein wenig Blut abgeben und so helfen.
So geht’s: einmal pieksen, ein wenig Blut abgeben und so helfen.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Das Rote Kreuz schlägt Alarm, die Blutkonserven reichen teilweise nur noch für einen Tag. Spender werden daher dringend gesucht, Gründe für den Mangel lassen sich nur vermuten.

Ratingen..  Die Lage ist dramatisch: „Für die Blutgruppe 0+ haben wir noch Reserven für knapp einen Tag“, sagt Heinz Kapschak. „Und das ist die Gruppe, in der wir fast nie Notstand haben, weil gut 35 Prozent der Bevölkerung diese Blutgruppe haben“, fährt der Pressesprecher des DRK-Blutspendedienstes West in Ratingen fort. Gut 100 bis 150 Spender weniger gebe es im Einzugsgebiet – und das täglich. „Das ist beachtlich, die fehlen wirklich.“ Hinzu komme, „dass die Krankenhäuser derzeit einen sehr hohen Bedarf haben.“ Zwar hätten viele Kliniken mittlerweile ein so genanntes Patient Blood Management, um etwa bei Operationen blutsparender zu arbeiten, und das DRK habe dementsprechend die Kennzahlen für benötigte Blutkonserven reduziert: „Aber wir erreichen noch nicht einmal diese niedrigeren Zahlen“, sagt Kapschak.

Warum es weniger Spender gibt, das weiß der DRK-Pressesprecher nicht, hat aber eine Vermutung: „In den letzten eineinhalb Jahren waren wir sehr ruhig und haben so gut wie nie den Notstand ausgerufen. Vielleicht glauben die Menschen nun, dass deswegen bei uns alles gut ist.“

Wer Blut spenden will, hat dazu mehrere Möglichkeiten: entweder direkt nach Ratingen ins Blutspendezentrum fahren oder sich im Internet unter blutspendedienst-west.de den nächsten passenden Termin heraussuchen. In Neviges steht das DRK am Montag, 19. Januar, von 15 bis 20 Uhr im ev. Gemeindehaus an der Siebeneickerstraße 5 und in Velbert-Mitte am Mittwoch, 21. Januar, von 10.30 bis 19 Uhr in den Räumen der ev.-freikirchlichen Gemeinde an der Hofstraße 14 zur Verfügung.