Rodler und Hunde

Betr.: Große Vierbeiner und kleine Zweibeiner im Schnee

Im Wald um die Alte Burg herum gibt es zwei, drei rodeltaugliche Abfahrten. Besonnene Eltern haben ein Auge auf die Kinder, schätzen die Fahrkenntnisse des Kind richtig ein, sichern gefährliche Stellen und geben ein Startsignal, sobald die Bahn frei ist. Umsichtige Hundehalter hingegen halten ihr Tier bei Fuß oder leinen es an, um die „Gefahrenzonen“ unbeschadet zu passieren. Nun ist es als Spaziergänger im Familienverbund mit Kindern mitunter keine schöne Sache, an unangeleinten großen Hunden vorbeizulaufen. Ein Gefühl der Unsicherheit lässt sich nie ganz verdrängen. Das mag manche Tierhalter beschämen, andere beglücken.

Einerlei! Wie interessant ist aber die Erkenntnis, dass auch einzelne Tierhalter voller Sorge um das Haustier Familien mit freilaufenden oder -rodelnden Kindern begegnen. Erboste Mahnungen einzelner Hundehalter, die rodelnden Kinder gefährden das freilaufende Tier, finde ich grundsätzlich belustigend. Läuft das Tier dem inzwischen verängstigten Kind auch noch hinterher, werden solche Mahnungen in meinen Augen besorgniserregend! Als Vater muss man lernen, dass Gefährdungspotential der eigenen Kinder neu einzuschätzen. Den verängstigten Tierhalter mag der Hinweis trösten: „Sie wollen doch nur spielen!“
Florian Steinhage,
Velbert

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