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Rettungsdienstschule in Mettmann vor dem Start

26.08.2015 | 12:00 Uhr
Rettungsdienstschule in Mettmann vor dem Start
Dr. Arne Köster, Volker Freund und Bodo Keißner-Hesse gründen eine Rettungsdienstschule für den Kreis Mettmann.Foto: Alexandra Roth

Kreis Mettmann.   Kreis Mettmann gründet unter dem Dach der Bildungsakademie eine Schule für das Berufsbild des besonders qualifizierten Notfallsanitäters.

Die Chancen, einen schweren Autounfall auf Straßen etwa im Kreisgebiet zu überstehen, standen vor Jahrzehnten noch deutlich schlechter als heute. Das hängt natürlich auch mit modernerer Medizintechnik in den Rettungswagen zusammen – für die jedoch auch besonders gut qualifiziertes Personal an Bord sein muss.

Und das muss ausgebildet werden: Unter dem Dach der Bildungsakademie für Gesundheits- und Sozialberufe gründet der Kreis Mettmann eine Rettungsdienstschule, um den gestiegenen Anforderungen und der Nachfrage nach Aus- und Fortbildung im Rettungsdienst nachzukommen.

Diese Neugründung ist notwendig geworden, weil das Klinikum Niederberg, das diese Qualifizierung lange Jahre angeboten hatte, 2013 aus dieser Verpflichtung ausgestiegen ist (WAZ berichtete). Zudem gilt seit Anfang 2014 ein Gesetz, das den Wandel vom bisherigen Rettungsassistent zum Notfallsanitäter einläutet. „Ein neues Berufsbild entsteht da“, sagt Dr. Arne Köster, der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Mettmann. Die Ausbildung zum Notfallsanitäter ist mehr als bisher an andere Gesundheitsberufe angelehnt. Theorie und Praxis sollen besser verzahnt werden; es sollen höhere Qualitätsanforderungen an die nun dreijährige Ausbildung gestellt werden. Bei der Bildungsakademie, einer 100-Prozent-Tochter des Kreises Mettmann, die Personal für Kliniken, Altenheime und Behinderten- einrichtungen ausbildet, ist man gut vorbereitet für die neue Herausforderung. Das Lehrpersonal soll in der Einrichtung am Jubiläumsplatz in Mettmann aufgestockt werden, einige Unterrichtsfächer können für die Notfallsanitäter übertragen werden. „Es gibt da einige Synergien im Ausbildungsbetrieb“, erläutert Bodo Keißner-Hesse, einer der beiden Geschäftsführer.

Lehrbetriebsbeginn in zwei Phasen

In den veranschlagten 2000 Unterrichtsstunden absolvieren die Auszubildenden zum Notfallsanitäter neben dem Theorieunterricht Unterrichtsstunden auf Lehrrettungswachen und in Krankenhäusern. „Darüber hinaus sollen die Auszubildenden natürlich an einem Rettungswagen ausgebildet werden, damit der Umgang mit der Technik an Bord in Fleisch und Blut übergeht“, sagt Geschäftsführer Volker Freund. Bisherige Rettungssanitäter können je nach Berufserfahrung den Seiteneinstieg in das neue Berufsbild vollziehen.

Da auch in medizinischen Berufen der Fachkenntnisstand ständig erweitert werden muss, bietet die neue Rettungsdienstschule jährlich 30 Stunden Fortbildung für die Notfallsanitäter an.

„Den Lehrbetrieb der Rettungsdienstschule wird die Bildungsakademie in zwei Phasen aufnehmen“, so Keißner-Hesse. Ab 2016 werden u.a. Ergänzungsprüfungen für Rettungsassistenten angeboten, ab 2017 startet dann zusätzlich die Ausbildung zum Notfallsanitäter.

Matthias Spruck

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Rettungsdienstschule in Mettmann vor dem Start
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2015-08-26 12:00
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