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Rasante Entwicklung

09.06.2008 | 17:37 Uhr

18 Mitglieder des Künstlerbundes Velbert stellen im Forum aus. Es ist das erste Mal, dass sich der Verein in dieser Form präsentiert. Wohlmann: "Vom künstlerischen Aspekt her absolut vorzeigbar"

Ulrike Sangen ist eine der 18 Künstlerinnen, die zurzeit ihre Werke im Forum präsentieren. Nach der Teilnahme an verschiedenen VHS-Kursen studierte sie Malerei und Grafik am Institut für Ausbildung in bildender Kunst in Bochum. Foto: WAZ, S. Glaser-Stryak

18 Künstlerinnen, 18 Stile, eine Ausstellung. Eine reife organisatorische Leistung, die Renate Rübenhaus, 2. Vorsitzende des Künstlerbundes Velbert, vollbrachte. Und die von über 200 kunstinteressierten Bürgern am vergangenen Sonntag im Forum auf einer Vernissage gewürdigt wurde. Zu sehen sind die Werke, die die Vielfalt der Velberter Kunstszene widerspiegeln, noch bis Ende August.

31 Mitglieder hat der Velberter Künstlerbund inszwischen. Mit sieben Künstlern startete er im Jahre 2006. "Es ist eine Szene, die sich ausgesprochen positiv entwickelt hat in Velbert", sagt die 1. Vorsitzende, Mechthild Exner. Nach zahlreichen Einzelausstellungen mit Bildern, Skulpturen und Schmuck stellt sich der Künstlerbund nun erstmals in dieser Form vor.

Wigrid Wohlmann, Vorsitzender des Unterausschusses Kultur des KVBV, freut sich über die "breite Palette an Kunst, die im Raum entsteht". Deshalb sei es wichtig, diese Werke "aus der Kleinteiligkeit herauszuholen", zumal es sich um Exponate handele, die "vom künstlerischen Aspekt her absolut vorzeigbar" seien. Wohlmann lobt die Vielfalt, die im privaten Bereich entstehe und mit solchen Ausstellungen nach außen getragen werde. Überhaupt biete die Stadt Velbert mit ihren knapp 90 000 Einwohnern enorm viel Kultur. Dies gelte auch für den Nachwuchs. So werde alle zwei Jahre der Förderpreis für junge Künstler ausgelobt. War das Thema 2007 "Gesang", so lautet es in diesem Jahr "Leben und arbeiten in Velbert". Die Künstler, so Wohlmann, sollen das Motto fotografisch umsetzen. "Solche künstlerischen Schwerpunkte fördern die soziale Bindung", so der Ausschussvorsitzende.

"Viele künstlerische Arbeiten finden größtenteils im Verborgenen statt", erklärte Wolfgang Werner, 2. stellvertretender Bürgermeister in seiner Eröffnungsrede. Mechthild Exner sei es zu verdanken, dass diese an die Öffentlichkeit gebracht würden und somit "die Velberter Kunstszene etwas bunter gestalten". Der Künstlerbund, inzwischen auch im Internet vertreten, habe in den knapp zwei Jahren seines Bestehens "eine rasante Entwicklung durchlaufen". Erfolg wünschte Werner den Mitgliedern für ihre Suche nach einem Ladenkokal, das gleichzeitig Ausstellungsfläche, aber auch einen Treffpunkt für Künstler und Kunstinteressierte bieten soll.

Von Achim Hodde

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