„Rache“ zog nur spärliche Besucherzahl

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Langenberg..  Er ist ein umtriebiger Mann, dieser Jochen Rausch – Journalist, Autor und Musiker: Neben seiner Arbeit im Rundfunk schreibt er täglich, vorzugsweise nachts. Nun stellte der Grimme-Preisträger sein neuestes Werk „Rache“ – wie schon vorherige Bücher – unter Schirmherrschaft des Vereins zur Förderung der Bücherstadt Langenberg im AlldieKunst vor.

Sein Kollege, Freund und ebenfalls altgedienter Eins Live-Mann Mike Litt war mit von der Partie und so erlebten die leider wenigen Gäste eine Buchvorstellung mit, „wie sie der Mike eben auf dem Sender so macht.“ Rausch las Auszüge aus seiner Kurzgeschichtensammlung und beantwortete Litts Fragen zu Hintergründen seiner Arbeit „Rache“. Die Statements des Schriftstellers erhellten seine Position als wachen, differenzierten Beobachter des Zeitgeschehens.

„Immer, wenn Menschen Ungerechtigkeit erleiden, dann entsteht dieser Impuls, da lockert sich die Reizschwelle Vernunft“. so Rausch. Zuhörerin Ulrike Wojciech fand „seine persönlichen, freigesprochenen Statements eigentlich noch interessanter, lebendiger als das Vorlesen.“ Der Mann hat was zu sagen und das tut er auch in schriftlicher Form mit literarischer Wortgewandtheit, so dass man die Lektüre seiner Bücher ohne Abstriche als empfehlenswert bezeichnen kann.