Pott geht an die Kuhstraßen-Schüler

Foto: Socrates Tassos/FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Die Max-&-Moritz-Schule kann ihren Titel aus dem Vorjahr nicht verteidigen – obschon es am Ende denkbar knapp ausging beim 9. Langenberger Grundschul-Triathlon von Pro Nizzabad.

Langenberg..  Wer hätte geglaubt, dass der trockenste Platz am Montagvormittag der Platz in der Schwimmhalle des Nizzabades sein würde? Beim 9. Triathlon des Vereins Pro Nizzabad stellten sich 60 Schüler der Grundschulen Kuhstraße und Max-und­Moritz den sportlichen Herausforderungen aber zunächst unter sehr widrigen Bedingungen im Freien.

Je zwei Teams mit je 15 Schüler maßen zunächst ihre Geschicklichkeit im Fahrradfahren: im strömenden Regen ging es durch den Slalomparcours, eine Spurgasse, vorbei an der Rechenstation zum Torschießen, Werfen und geschicktem Stehen mit dem Fahrrad. Für manchen Schüler waren die Aufgaben sichtbar schwierig, andere wiederum durchfuhren die Stationen scheinbar mühelos.

Verkürztes Laufprogramm

Schüler des Gymnasiums Langenberg waren als Streckenposten dabei und überprüften die Viertklässler bei ihren Aufgaben. Nach dem Radfahren ging es auf die frühere Freibadwiese, wo die Schüler dann statt der geplanten 20 nur 15 Minuten ihre Runden drehen durften. Allein den Erwachsenen schien der Regen etwas auszumachen. Fahnen schwenkend feuerten die Schüler, die selbst nicht mitliefen, ihre Teams an. Eine kleine Müttergruppe sprach Lob für die tapferen Sportler aus und ging ehrfurchtsvoll in die Knie.

Wenn nicht kräftig angefeuert wurde, diskutierte man: „Die Charline ist fast so schnell wie ich!“ Während Leonie das Radfahren gut gefiel („Das konnte ich auch schon ein bisschen länger“), tat Nicklas seine Verachtung für den Sport kund: „Ich hasse rennen“. Nicht nur das, auch die anderen Disziplinen mochte er nicht. Vielleicht lag’s auch am Dauerregen.

Anstrengung war riesig

Im Schwimmbad wurden dann wieder Fahnen geschwenkt und kräftig von den Mitschülern angefeuert. Manchem Schüler war die Anstrengung inzwischen anzusehen, auch gab’s die ersten Ausfälle. Dennoch mussten Punkte gesammelt werden und so wurden 20 Minuten lang Bahnen geschwommen. Schließlich wollten die Max-&-Moritz-Schüler ihren Titel verteidigen – und endlich den Wanderpokal in die Hüserstraße bzw. nach Nierenhof bringen, der bisher an den Dauersieger Kuhstraße gegangen war (ausgerechnet im Vorjahr hatte es keinen Wanderpokal gegeben, den alten hat die Kuhstraße 2013 dauerhaft gewonnen.).

Ergebnis war denkbar knapp

Am Ende gab’s eine denkbar knappe Differenz von nur neun Punkten – und wieder nahm die Kuhstraße den „Pott“ mit. Der Kampf von Max-&-Moritz war beeindruckend aber vergeblich – vielleicht schafft’s die Schule 2016. „Bis zum nächsten, dann zum zehnten Mal“, verabschiedete Pro-Nizzabad-Vorsitzender Hans-Jörg Haase die Anwesenden.

Übrigens: Wer selbst nicht dabei war, kann sich sieben Tage lang auf www.wdr.de/mediathek unter Lokalzeit Bergisches Land Ausschnitte des 9. Triathlons anschauen.