Oststraße in Velbert wird bald zur Baustelle

Arnd Sulimma und Olaf Rakowski (re.) von den TBV erläuterten beim Ortstermin mit der WAZ den geplanten Ablauf der Baumaßnahme. Los geht’s nach den Osterferien.
Arnd Sulimma und Olaf Rakowski (re.) von den TBV erläuterten beim Ortstermin mit der WAZ den geplanten Ablauf der Baumaßnahme. Los geht’s nach den Osterferien.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Vorbereitungen für den zweiten Bauabschnitt von der Bahnhof- bis zur Sternbergstraße laufen. Anwohner haben dort künftig ebenfalls Flüsterasphalt und – mit Inbetriebnahme des Zentralen Omnibusbahnhofs – auch weniger Linien-Busse vor ihrer Haustür.

Velbert..  Ein weiteres Teilstück der Oststraße wird demnächst zur Baustelle: Die Technischen Betriebe Velbert (TBV) bereiten zurzeit die Erneuerung des Abschnitts von der Bahnhof- bis hin zur Sternbergstraße vor. Durchgangsverkehr wird dort dann über Monate nicht mehr möglich sein.

Die Straße sei arg marode, begründet Arnd Sulimma die Maßnahme. „Sie hat ja jetzt schon gut 100 Jahre auf dem Buckel“, erläutert der TBV-Fachmann für Straßenplanung und -unterhaltung, so alt sei nunmehr auch die Grundsubstanz. Lediglich die Decke sei zwischenzeitlich wiederholt erneuert worden.

Die Info-Veranstaltung für die Anwohner hat bereits im Vorjahr stattgefunden. Der Start für die Maßnahme ist fest terminiert: Am 13. April, also gleich nach den Osterferien, sollen die Bauarbeiten losgehen und bis zum Jahresende fertig werden. Die Ausschreibung geht jetzt raus; die Submission mit anschließender Wertung der eingereichten Angebote erfolgt Mitte Februar.

Zunächst wird der Abwasser-Kanal erneuert. Er ist im Zuge des ersten Bauabschnitts – mit Blick auf damalige Pläne für ein Shopping-Center – schon bis zur Einmündung Kolpingstraße fertiggestellt worden. Die weiteren Kanalbauarbeiten betreffen jetzt auch einen Teil der Schwanenstraße. Zeitlich etwa parallel erfolgt auch eine Kanal-Erneuerung in einem Stück der Hohenzollernstraße. Zudem werden in einem Teil des zweiten Oststraßen-Bauabschnitts neue Versorgungsleitungen für Gas, Wasser und Strom verlegt. Zugleich wird im Auftrag und auf Kosten der Verkehrsgesellschaft der Stadt Velbert für rund 300 000 Euro auf dem Grundstück des alsbald abgerissenen Parkhauses ein Pkw-Parkplatz angelegt (WAZ berichtete). Nach Auskunft von Sulimma soll der dreieckige Platz zwischen Ost- und Hohenzollern-straße erst 2016 ausgebaut werden.

Anlieger müssen anteilig zahlen

Olaf Rakowski, bei den TBV zuständig für den Neubau von Straßen und Kanälen, beziffert die Kosten für die Kanäle auf ca. 190 000 Euro. Die Straße werde inklusive Beleuchtung rund 730 000 Euro kosten. Abgerechnet wird diese nach dem Kommunalen Abgabengesetz. In diesem Fall müssen die Anlieger nach TBV-Angaben zehn Prozent der Herstellungskosten für die Fahrbahn bzw. 50 Prozent für die der Gehwege tragen.

Der erste Bauabschnitt zwischen Grün- und Bahnhofstraße war bereits 2012 angepackt und im Frühjahr 2014 fertiggestellt worden. Der Straßenneubau erfolgte zwecks Lärmschutzes für die Anwohner mit Flüsterasphalt, so wie er jetzt auch bis zur Sternbergstraße vorgesehen ist. Wenn im September planmäßig der Zentrale Omnibusbahnhof in Betrieb geht, dürfte es an der Oststraße wohl noch etwas ruhiger werden: Dann fahren dort nämlich bis auf zwei Linien keine Busse mehr.

Seit der Freigabe des ersten Bauabschnitts ist dort Zweirichtungsverkehr möglich, wie er künftig auch für alle Verkehrsteilnehmer bis zur Sternbergstraße eingerichtet wird. „Das klappt sehr gut“, resümiert Sulimma auf Rückfrage, „keine Probleme.“ Die TBV haben übrigens die Anwohner gefragt, ob sie mit dem Ablauf und dem Ergebnis zufrieden seien. Insgesamt – zur Wahl standen die Schulnoten eins bis sechs – sei dabei ein gut herausgekommen, erzählt Rakowski.