Ortsgruppe Velbert des ADFC codierte Fahrräder

Ein Rad, ein Code: die Aktion des ADFC bei „e-motion“.Foto:Detlev Kreimeier
Ein Rad, ein Code: die Aktion des ADFC bei „e-motion“.Foto:Detlev Kreimeier
Foto: FUNKE Foto Services
Seit November 2014 gibt es in Velbert eine Ortsgruppe des ADFC. Die bot jetzt ihren Mitgliedern und allen Radfahrern an, die Drahtesel zum Schutz vor Diebstahl codieren zu lassen.

Velbert..  Wenig ärgert den Radfahrer so, wie der Diebstahl des geschätzten Drahtesels. Um dem vorzubeugen oder jedenfalls – falls der Dieb gefasst wird – als rechtmäßiger Eigentümer ermittelt zu werden, empfiehlt es sich, das Rad codieren zu lassen. Ein Service, der von der neu gegründeten Velber­ter Ortsgruppe des Allgemei­nen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) Mitgliedern und anderen Radfreun­den nun angebo­ten wurde.

Initiative vom Kreisverband

„Der Vorteil einer eigenen Orts­gruppe ist, dass man die Aktivitäten direkt vor Ort anbieten kann“, erklärt Klaus de Leuw, ADFC-Mitglied aus Hilden. Dass die Aktion in Velbert gut ankam, bestätigten lange Schlangen vor den Fräsmaschinen, an denen sich die Eigentümer individuell zuzu­ordnende Nummern in den Rahmen ihrer Zweirädern fräsen ließen. „Manche kommen mit ihrem Fahrrad sogar aus Essen“, weiß Wal­ter Krüger, Mitglied aus Velbert. Die Nachfrage in Velbert sei groß und nicht anders scheint es um den Bedarf nach Angeboten für Radfahrer und einer engagierten Inte­ressensvertre­tung zu stehen – nur so erklärt sich Krüger jedenfalls den enormen Mit­gliederzuwachs schon seit Beginn des Bestehens der im November gegrün­deten Orts­gruppe. „Die Neugründung hat in Velbert unheimlich eingeschla­gen“, knapp über 100 Mit­glieder fasse der Verein mittlerweile, mehr als 20 seien neu dazugekommen. „Für solch eine kurze Zeit ist das eine Menge.“

Die Initiative für die Neugründung ging vom Kreisverband aus, doch die Velberter Mitglieder für die eigene Ortsgruppe zu begeistern, fiel nicht schwer. „Als eine der größten Städte im Kreisverband lag die Gründung einer eigenen Ortsgruppe nahe“, so Krüger.

Jetzt haben die Velberter viel vor, bewies doch be­reits der vom ADFC durchgeführte „Fahrradklima-Test“ (WAZ berichtete) enormen Handlungsbedarf. Mit zwei Mitgliedern ist der Verein darum im Verkehrsausschuss vertreten, Walter Krüger ist einer von ihnen. „Wir wol­len zum Beispiel, dass Einbahnstraßen mit dem Rad in beide Richtungen be­fahren werden dürfen“, legt er seine Pläne dar, „in anderen Städten ist das längst gang und gäbe“. Auch für mehr Schutzstreifen auf Fahrbahnen wollen die Mitglieder sich einsetzen, ebenso wie für die Beseitigung zahlreicher Ge­fahren­punkte. Doch nicht nur Lobbyarbeit steht im Fokus des Vereins: Auch das Ausarbeiten von Radtouren sind Teil der Vereinsarbeit. „Der Bedarf ist riesig“, so Krü­ger, „so groß, wie wir ihn vorher gar nicht eingeschätzt hatten.“