Österliches Suchvergnügen bei Kita-Kindern in Velbert

Die Kleinen der AWo-Kita „Deilbachstrolche“ wurden viele Jahre lang von den Mitgliedern des Rassegeflügelzuchtvereins Concordia Nierenhof zur Ostereiersuche eingeladen. Nach dem Rückzug sind die Eltern eingesprungen.
Die Kleinen der AWo-Kita „Deilbachstrolche“ wurden viele Jahre lang von den Mitgliedern des Rassegeflügelzuchtvereins Concordia Nierenhof zur Ostereiersuche eingeladen. Nach dem Rückzug sind die Eltern eingesprungen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die „Deilbachstrolche“ der AWo-Kita an der Kohlenstraße mussten witterungsbedingt die bunten Eier in ihrer Einrichtung suchen.

Langenberg..  Nein – es war selbst dem Osterhasen zu kalt und zu nass! Und so wurde es nichts mit dem Ausflug auf der Wiese hinter der evangelischen Kirche. Auf die Ostereiersuche aber mussten sie dennoch nicht verzichten, die 42 kleinen „Deilbachstrolche“ der AWo-Kita an der Kohlenstraße in Nierenhof. Hatten doch Erzieherinnen, Eltern und ältere Geschwister die Eiersuche in diesem Jahr kurzfristig in die Erdgeschossräume der Kindertagesstätte verlegt.

Seit drei Jahren schon organisieren Eltern und Erzieherinnen den alljährlichen österlichen Spaß für den Nachwuchs, den früher der Rassegeflügelzuchtverein „Concordia“ Nierenhof über 20 Jahre lang für die Kita-Kinder veranstaltet hatte. Doch als sich die „Concordia“ 2011 auflöste, drohte mit dem Verein auch der Osterhase die kleinen „Deilbachstrolche“ zu verlassen.

Das aber wollten Eltern und die Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätte nicht zulassen. Der nette Osterbrauch sollte nicht einfach untergehen: Und so gingen sie selbst daran, für die Kinder kleine Osterkörbchen zu basteln, stets gut gefüllt mit allerlei österlichem Naschwerk.

Körbchen im Gras inter der Kirche

Und eigentlich hatten diese Körbchen auch in diesem Jahr wieder auf der Wiese hinter der evangelischen Kirche im dichten Gras versteckt werden sollen. „Wir hatten bis zuletzt darauf gehofft, dass sich das Wetter bessert, die Kinder hatten sogar am Vormittag noch ‘Liebe Sonne, komm’ und scheine’ gesungen“, berichtete Kita-Leiterin Christine Sommer.

Osterhase zum Knabbern

Und dieses Singen war sogar von Erfolg gekrönt. Lugte doch tatsächlich die Sonne aus der dichten Wolkendecke hervor, als sich der traditionell auf 11 Uhr festgelegte Termin für die Ostereiersuche näherte. „Wir haben aber dann doch entschieden, in diesem Jahr nicht draußen zu suchen, weil nach dem tagelangen Dauerregen die Wiese einfach viel zu nass war“, erklärte Christine Sommer. Niemand wollte es eben riskieren, dass das österliche Suchvergnügen im Sumpf endet.

Und so gingen, als die Kinder im ersten Stock der Kita noch weiter fröhliche Osterlieder sangen, Eltern und ältere Geschwister daran, heimlich die Körbchen in den Parterreräumen zu verstecken. Und als es schließlich pünktlich um elf Uhr ans Suchen ging, fanden die Kinder nach ihrem eifrigem Einsatz in ihren Osternestern tatsächlich noch einen richtigen Osterhasen: Einen schmackhaften zum Knabbern – und der war von einem der Kindergarten-Väter am Vortag noch flugs eigenhändig gebacken worden.