Nur wenige Besucher traten die Reise nach Blim an

Langenberg..  Nur wenige Gäste hatten sich in der Cafeteria der Fachklinik eingefunden, um den elften Auftritt der Laienspielgruppe „Vigli’s Wanderbühne“ mitzuerleben. Schade – zauberten die zwölf Darsteller und Musiker doch viel Lustiges und Besinnliches aus dem spielerischen „Hut“.

Schön gemachte, leichtfüßige, aber nicht leichtfertige Szenen wurden da durch diese lebendige Truppe als Ergebnis ihrer einjährigen Beschäftigung zum Thema Übergänge präsentiert, das Ganze von Lutz Kunert auf der Gitarre und verschiedenen Lauten und zwei weiteren musikalischen Begleitern untermalt. Mit viel Spielfreude und Phantasie erzählte das Ensemble in wechselnden Szenen von Menschen, die in ihren Leben unterwegs sind und dabei immer wieder Hindernisse überwinden oder auch davor stehenbleiben.

Die feinsinnigen, poetischen Texte der Wanderbühnen-Gründerin, Biologin und Schriftstellerin Dr. Verena Liebers, heute trotz stimmlicher Probleme sehr präsent und ausdrucksstark, ließen das Publikum immer wieder aufhorchen. Und so kommt nach der Vorstellung schließlich ein Patient, um Verena Liebers persönlich zu sagen, wie sehr ihn die Vorstellung bewegt und zum Nachdenken angeregt hat.

Verena Liebers dazu: „Wir spielen ja häufig für Menschen, die sich in Übergängen befinden – auch ein Krankenhausaufenthalt ist ja für viele eine Gelegenheit, aus dem Gewohnten herauszutreten und neue Gedanken überhaupt zuzulassen, das freuen wir uns über jeden, den wir mit unserem Spiel in dieser Hinsicht erreichen können.“

Und: Der jüngste Darsteller, der zehnjährige Hendryk Westerbeeke, seit einem halben Jahr dabei, freut sich auch! Kein Wunder, denn Spaß macht es sichtlich allen Darstellern, ihr Stück zu präsentieren – selbst vor einem kleinen Publikum.

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