Nur Vandalismus am Lehrpfad ärgert den VVV

Langenberg..  Sie verlief in größter Harmonie – die Jahreshauptversammlung des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Langenberg am Mittwochabend in der Gaststätte „Am Bismarckturm“. Und als Vorsitzender Hermann-Josef Schmitz nach kaum mehr als 45 Minuten den öffentlichen Teils beendete und die 30 erschienenen Mitglieder aufforderte, die Gelegenheit doch noch für das eine oder andere gesellige Gespräch zu nutzen, da war sogar der Tagesordnungspunkt „Festsetzung der Höhe der Mitgliedsbeiträge“ zur Zufriedenheit Aller abgehandelt worden.

Die bleiben nämlich so hoch (oder besser gesagt: niedrig) wie bisher. Wie auch hätten Schmitz und Geschäftsführerin Heide Brüne der Versammlung etwas anderes vorschlagen können angesichts so gesunder Vereinsfinanzen? Auf fast 27 000 Euro addierte sich der Überschuss, den man im vergangenen Jahr erwirtschaftet hatte. Auf beinahe 300 000 Euro ist das VVV-Vermögen damit im vergangenen Jahr angestiegen. „Ich empfehle dringend, dieses Geld möglichst schnell in die Instandsetzung der Gaststätte und des Wohnhauses am Bismarckturm zu investieren“, riet Heide Brüne den Mitgliedern. Schließlich sei das Geld auf der hohen Kante derzeit kaum etwas wert. Mündelsicher angelegt – und dazu sei man verpflichtet – bringe es fast kaum einen Ertrag – gerade einmal o,1 Prozent mehr Zinsen habe man bei der Sparkasse aushandeln können, verriet die Geschäftsführerin der Versammlung.

Dass der VVV 2014 aber tatsächlich vor schweren wirtschaftlichen Schlägen verschont geblieben sei, machte Oberforstrat Peter Tunecke in seinem Bericht zum VVV-Wald deutlich. So seien in der gesamten Region Pfingststurm „Ela“ lediglich 152 000 Festmeter Holz zum Opfer gefallen. Tunecke: „Bei Kyrill waren es 15 Millionen in NRW.“

Dafür nannte der Oberforstrat andere, überaus beklagenswerte Schäden: den Vandalismus am vereinseigenen Waldlehrpfad auf dem Senderberg. Gerade habe man alle Stationen wieder hergerichtet, das seinen die Tafeln wieder mutwillig zerschlagen und umgekippt worden – „trotz dicker Betonsockel“, so Tunecke, der forderte: „Die Chaoten sollen doch die Finger davon lassen.“

Ach ja – gewählt wurde auch noch beim VVV: Bernd Feldbusch und Holger Schmitz wurden einstimmig für weitere vier Jahres als Vorstandsmitglieder bestätigt.