Nur jeder vierte Gallensteinträger entwickelt Symptome

Gallensteine bilden sich in aller Regel in der Gallenblase. Die Gallenblase speichert die in der Leber gebildete Gallenflüssigkeit. Zehn bis 15 Prozent der erwachsenen Bevölkerung sind Gallensteinträger, Frauen sind dabei etwa doppelt so häufig wie Männer betroffen. Die Erkrankung ist häufig in den westlichen Industrieländern, noch häufiger findet sie sich bei der indigenen Bevölkerung Amerikas. Gallensteine können verschiedenste Beschwerden und Symptome verursachen. Typisch ist die Gallenkolik, ein heftiger plötzlich auftretender heftiger Schmerz, der meist im rechten Oberbauch auftritt und manchmal in den Rücken oder die Schulter ausstrahlt. Gallensteine können allerdings auch uncharakteristische Oberbauchschmerzen verursachen, wobei andere Ursachen wie Magen/Zwölffingerdarmgeschwüre oder Entzündungen und Erkrankungen der Leber, der ableitenden Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse ausgeschlossen werden sollten. Behandelt werden meist nur symptomatische, das heißt Beschwerden oder Entzündungen verursachende Steine. Die Tatsache, dass Steine festgestellt wurden, beinhaltet keine Operations-Indikation. Da nur jeder vierte Gallensteinträger Symptome entwickelt, bleiben 75 Prozent aller Steinträger ihr Leben lang von einer Operation verschont. Bei der Gallenblasenoperation werden Gallenblasensteine durch Entfernung der Gallenblase behandelt.