Niederberger Angebote der Diakonie jetzt auf solider Basis

Das finanziell stark angeschlagene Diakonische Werk Niederberg schließt sich mit der Bergischen Diakonie Aprath zusammen. Im Bild v.l. Geschäftsführerin Diane Kollenberg-Ewald, Theologischer Vorstand Jörg Hohlweger, Superintendent Jürgen Buchholz.Foto:Uwe Möller
Das finanziell stark angeschlagene Diakonische Werk Niederberg schließt sich mit der Bergischen Diakonie Aprath zusammen. Im Bild v.l. Geschäftsführerin Diane Kollenberg-Ewald, Theologischer Vorstand Jörg Hohlweger, Superintendent Jürgen Buchholz.Foto:Uwe Möller
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Was wir bereits wissen
Diakonie-Zusammenschluss mit Aprath sichert Unterstützung für Menschen in der Region.Eine zentrale Angebotsberatung verbindet Hilfesuchende mit der richtigen Abteilung

Velbert..  Mit Jahresbeginn ist die Arbeit des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Niederberg als Abteilung „Soziale Dienste Niederberg“ in die Trägerschaft der Bergischen Diakonie Betriebsgesellschaft gGmbH in Aprath übergegangen (WAZ berichtete). Grund für diesen Zusammenschluss ist die seit längerem bestehende wirtschaftliche Schieflage der kirchlich-karitativen Diakonie in Niederberg, die mit einem Defizit im hohen sechsstelligen Bereich unter das Dach der unternehmerisch ausgerichteten Diakonie Aprath schlüpft. „Uns ist bewusst, dass wir da ein Risiko eingehen“, sagte am Montag Pfarrer Jörg Hohlweger, theologischer Vorstand der Bergischen Diakonie.

Kein Mitarbeiter wurde entlassen

Andererseits: Diakonie bedeute, Menschen in Not zu helfen, und der finanziell angeschlagene Partner aus Niederberg bringe ein bekanntes und bewährtes Paket an Angeboten mit in die gemeinsame Organisation: „Das sind die Stadtteilzentren, der Kinderkochbus, Schuldnerberatung, Suchtfachstelle, Betreuungsverein und Diakoniestation“, listete Superintendent Jürgen Buchholz auf. Die rund 160 Mitarbeiter aus Niederberg – zum Vergleich: in Aprath arbeiten 1500 Personen – sind hoch qualifiziert – „und keiner wurde beim Zusammenschluss entlassen“, freute sich Renate Zanjani von der zentralen Unternehmenskommunikation. „Alle Angebote aus Niederberg werden fortgeführt“, versprach Hohlweger, durch Konzentration im Verwaltungs- und Leitungsbereich sollen die Synergieeffekte erzielt werden, die dazu beitragen, dass sich der kleine Partner rechnet. Auch sollen die Angebote durch die Einbettung in Aprather Organisationsstrukturen besser ausgelastet werden.

Dass die Verzahnung der blauen Diakonie (Niederberg) mit der grünen Diakonie (Aprath) gelingt, soll die neue Geschäftsführerin Diane Kollenberg-Ewald gewährleisten. Organisatorisches Herzstück ist die „Zentrale Angebotsberatung“ für alle Hilfesuchenden, erläutert sie: Im Noldehaus sind zwei Sozialarbeiterinnen dienstags von 14 bis 16 Uhr und freitags von 10 bis 12 Uhr anzutreffen. Wer Beratung benötige und noch nicht weiß, welches der Diakonieangebote das richtige sei, wird künftig von den Sozialarbeiterinnen in die richtige Richtung navigiert. Kollenberg-Ewald: „Die Hilfen werden durchlässiger!“