Nicht für alle etwas
28.08.2011 | 17:08 Uhr 2011-08-28T17:08:00+0200
Heiligenhaus.So wie es der Vorsitzende der Langenberger Sportgemeinschaft (LSG), Ismet Colak, angekündigt hatte, traf man auf dem Sommerfest in Langenberg zu allererst auf hüpfende Kinder.
Ismet Colak hatte die Idee, die Besucher aktiv in das Sommerfest einzubinden, indem Laufkarten – gegen den passiven Müßiggang und für den sportlichen Einsatz – verteilt wurden. Dass diese Aktion vor allem von den Kleinen gut aufgenommen wurde, zeigte sich im Stadtbild: Die einen schwangen den Federballschläger, die anderen sorgten für Fußballstimmung. Man übte sich im Intercross oder in Darts und durfte sich sogar windigeren Spaßerlebnissen hingeben: Der Aerotrim garantierte luftig-leichten Spaß ganz nach Achterbahnart, weil sich die ineinander verschlungenen Kreisel, in deren Mitte es Halt gab, um 360 Grad drehten.
Mit den anderen sportlichen Angeboten wollte der LSG auf dem Sommerfest nicht nur sein 150-jähriges Bestehen feiern, sondern für den Sport motivieren. Bei Mutter Michaela Breuer kam dieses Konzept gut an: „Unsere Turnzeit ist nun vorbei, und meine Tochter befindet sich gerade in einem Umbruchalter, wo man Lust hat, alles auszutesten. Super finde ich, dass uns das hier ermöglicht wird, und dann kann jede Station auch noch kostenlos besucht werden.“ Ihr Mann Marco Breuer, in ein Federballmatch mit seiner Tochter verwickelt, ergänzt, dieses Mal sei das Sommerfest besser als das Jahr zuvor. „Ganz einfach, weil die Kinder besser eingebunden sind und es zu einem Familienfest geworden ist.“
Doch die Meinung über das Langenberger Sommerfest ändert sich, sobald die Rede auf das Angebot für die Erwachsenen kommt. Markus Kniese, immerhin Vereinsmitglied bei der LSG, kritisiert: „Die angekündigte Automeile ist mit drei Autohändlern recht dürftig ausgefallen. Erstens gibt es hier zu wenig Stände, und zweitens stehen die vorhandenen ziemlich verloren in der Gegend herum“.
Besucherin Miriam Verbeck glaubt, dass die Stände zu teuer für die Einzelhändler geworden seien: „Schließlich muss sich so eine Aktion auch rentieren.“ Umso mehr schätzte sie das vorhandene Angebot: „Dem Enthusiasmus der Langenberger, die hier ihren Stand aufgebaut haben, sei gedankt.“
Verbeck hofft, dass diese und viele andere Einzelhändler nächstes Jahr mehr Möglichkeiten haben, ihre Ware zu präsentieren. „Je vielfältiger das Sommerfest wird, desto mehr Menschen werden auch angezogen.“ Markus Knieses Fazit fällt zwar gut aus: „Für die Kinder wurde hier ein tolles Angebot geschaffen, das besser ist als im Vorjahr“. Aber Jüksel Kolcak von der LSG weiß nicht, ob das Sommerfest auch im nächsten Jahr so veranstaltet werden kann, weil alle Sportabteilungen zusammengetrommelt werden müssten. An Partystimmung sollte es am Samstag jedoch trotz Kritik nicht fehlen: Bei Bier und Leckereien hatte die Rock-Coverband „No Limits“ genug Publikum mitten in der Innenstadt.
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