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Nevigeser Norbert Molitor schreibt über die Heimat

24.02.2016 | 12:00 Uhr
Nevigeser Norbert Molitor schreibt über die Heimat
Der Minnigolfplatz ist einer der liebsten Plätze des Nevigeser: „Da kann ich im Sommer sitzen, ein Bier trinken und Spaß haben.“Foto: Molitor

Neviges.   Der Blogger Norbert Molitor veröffentlicht im März sein erstes Buch „Im Kaff der guten Hoffnung“. Für ihn ist das eine Liebeserklärung an seine Wahlheimat.

Es gibt Menschen, die hegen einen Wunsch. Sie wollen einmal in ihrem Leben ein Buch schreiben, einmal den eigenen Namen auf dem Cover lesen und ein Exemplar neben die Lieblingsliteratur in das Bücherregal stellen.

„Dass ich mal ein Buch schreiben werde, damit habe ich nicht gerechnet“, schmunzelt hingegen Norbert Molitor. Eine Zigarette klemmt zwischen seinen Fingern, vor ihm auf dem großen Schreibtisch eine Tasse Kaffee, sein Notebook und seine Kamera. Der Nevigeser zeigt auf seinem eigenen Blog das Leben in seiner Heimat schon seit 2008. Damals habe er sich eine neue Kamera gekauft. „Ich habe überlegt, was mache ich jetzt damit, und habe mit dem Blog angefangen.“ Leser auf der ganzen Welt besuchen seine Seite 42553 Neviges mittlerweile: „Heute hatte ich unter anderem schon Besuch aus Wuppertal, Bielefeld, Kalifornien und von den Balearen.“

Auch ein Buchverlag wurde auf den Blogger aufmerksam. „Ich wusste nicht, wo die Reise hingeht, aber jetzt habe ich das Buch in der Hand.“ An den 208 Seiten, die das Werk umfasst, habe er 208 Tage geschrieben. „Es war dann auf den Punkt irgendwann fertig.“ Seiten voller Geschichten und Bilder präsentiert Molitor ab Anfang März in seinem Buch. „Im Kaff der guten Hoffnung“ heißt das Erstlingswerk des Autors, der ansonsten auch gerne mal Stühle zeichnet. „Das heißt, es kann nur besser werden“, schmunzelt Molitor, lehnt sich in seinem Stuhl zurück und verschränkt die Arme. „Diese kleinen Städte wie Neviges haben etwas Eigenständiges“, sagt er, „das gefällt mir.“ Vor allem die Menschen in Neviges will der Blogger mit seinen Texten und Bildern erreichen, aber auch Bewohner anderer Kleinstädte und Provinzen zählen zu seiner Leserschaft – die „Probleme“ seien schließlich überall gleich.

Die Momentaufnahmen, wie er sie selbst nennt, sammelt er, wenn er in seiner Wahlheimat unterwegs ist. „Ich höre, was am Nachbartisch gesprochen wird oder spreche Menschen einfach an, die mir dann ihre Geschichte erzählen.“ In den zwanzig Jahren, die er in Neviges wohnt, hätten sich so einige Themen angesammelt, andere würden sich auch aus aktuellem Anlass ergeben.. Freuen dürften sich die Leser auf Geschichten aus dem Stadtteil und Darstellungen einzigartiger Charaktere aus dem „Kaff“. Der eine oder andere Nevigeser dürfte sich im Buch wiederfinden.

Kritik ist durchaus beabsichtigt

„Ich übertreibe auch ganz bewusst“, so Molitor, „damit die Leute auch ein bisschen Spaß haben.“ Auch Kritik, genau wie in seinem Blog, erachtet er als selbstverständlich, schließlich wolle er auf Missstände hinweisen. Böse gemeint sei das alles nicht, vielmehr eine liebevolle Hommage an Neviges. Auf den Schlips getreten dürfe sich keiner fühlen, „wer sich jetzt noch darüber aufregt, dem kann ich auch nicht mehr helfen.“

Lisa Lilienthal

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Nevigeser Norbert Molitor schreibt über die Heimat
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2016-02-24 12:00
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