Nevigeser Grundschüler mit Projektwoche zum Umweltschutz

Noch ein paar Jahre, dann reifen hier leckere Süßkirschen, wenn die Jungs alles richtig gemacht haben.
Noch ein paar Jahre, dann reifen hier leckere Süßkirschen, wenn die Jungs alles richtig gemacht haben.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
In der evangelischen Grundschule Neviges steht eine Umwelt- und Klimawoche auf dem Stundenplan. Jeder Projekttag beginnt mit einer Andacht zum Thema „Schöpfung bewahren“.

Neviges..  Die Jungs aus der 4 a und der 4 b stehen im Kreis um ein Loch herum, das erst noch ein richtiges werden soll. Valentin, Timo, Bilal, Ahmed, Florian und Johannes werkeln mit ihren Spaten und Forken wie die Berserker an der Kuhle, kommen einander vor lauter Feuereifer ständig ins Gehege; Erdkrümel spritzen hoch. Fynn kommt schon mit der Gießkanne zum Wässern angedüst. 80 Zentimeter tief soll das Loch werden, 60 im Durchmesser. Und rein kommt dann der noch junge Obstbaum, der später mal Süßkirschen tragen soll. In Sichtweite einer zarten Birke. Zwei Bäumchen als nachhaltige Beiträge der aktuellen Projekttage in der städt. Evangelischen Grundschule Neviges (EGS).

Solchen Projektunterricht gibt es hier eigentlich im zweijährigen Rhythmus. Nach „Forschertagen“ und davor „Kunst und Kultur“ steht das aktionsreiche Unternehmen dieses Mal vier Vormittage lang unter dem Thema „Umwelt- und Klimawoche – Schützt die Schöpfung“. Ausgewählt wurde das zusammen mit Eltern sowie aufgrund von Anregungen der Kinder, wie Rektorin Anke Vollmer erklärt. Zwecks Umsetzung hat sich das 13-köpfige Kollegium der Grundschule an der Ansembourgallee, an der erklärtermaßen das gemeinsame Lernen mit Freude und Erfolg klaren Vorrang hat, mit externem Know-How verstärkt.

Externe Kooperationspartner

Zu den Kooperationspartnern gehören z. B. der Nabu-Naturschutzbund, die Bayer AG, die Stadt Velbert mit ihrem Energie- und Klimakonzept und natürlich der „Verein Deutscher Ingenieure“ (VDI), mit dem schon seit Jahren die Zusammenarbeit gepflegt wird.

So lernen nun fast 180 Kinder – altersgemischt und klassenübergreifend – u. a. Eisbären als Überlebenskünstler in der Kälte kennen, spüren Honig- und Wildbienen auf, erkunden den Lebens(t)raum Wasser, reisen in den Regenwald und inszenieren sogar ein eigenes, halbstündiges Umwelt-Musical. Hinzu kommen Experimente rund ums Lebenselixier Wasser und Entdeckungen mit der Kamera. Zwölf Themen oder Gruppen standen zur Wahl, jedes Kind konnte drei Wünsche bzw. Präferenzen nennen. Die Rückmeldungen aus allen Gruppen besagten einmütig, so berichtet Vollmer auf Nachfrage, dass die Kinder dort „alle voll dabei“ seien.

Die Pädagogen schätzen Projekttage als gute Möglichkeit, „außerhalb des Unterrichts auf vielfältige Weise zu lernen und sich mit einem Thema auseinander zu setzen“. Und Anke Vollmer hat durchaus auch die Hoffnung, mittelbar über die Kinder auch deren Eltern zu erreichen. Sie setzt vor allem darauf, dass man tatsächlich das Gesicht der Welt verändern kann. Wenn nämlich „viele kleine Menschen viele kleine Schritte tun“.