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Tierschutz

Neuer Tierschutz-Verein hat seinen Sitz in Velbert

22.02.2016 | 06:00 Uhr
Neuer Tierschutz-Verein hat seinen Sitz in Velbert
Der Verein „Human Animal Rights“ aus Velbert hat derzeit mehrere Klagen gegen das Lanuv laufen. Es geht um Informationen zu möglichen Tierversuchen an Universitäten in der Umgebung.Foto: Bernd Lauter

Velbert.   Der Verein „Human Animal Rights e.V.“ setzt sich gleichermaßen für Tier- und Menschenrechte ein. Kampf gegen Tierversuche und nicht artgerechte Haltung.

Tierschutz steht für Reiner Bent ganz oben auf der Prioritätenliste. Und dafür opfert er gemeinsam mit Lebensgefährtin Sandra Lück gerne Urlaub, Freizeit und Geld. Um herauszufinden, ob an Universitäten in der Umgebung Tierversuche durchgeführt werden, strengten die beiden gleich sieben Klagen gegen das Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz (Lanuv) an.

Service
Kontakt zum Verein

Aktuell hat der Verein „Human Animal Rights“ sechs Mitglieder.

Aber, so Reiner Bent, es dürften mehr werden, vor allem Fördermitglieder würden benötigt.

Kontakt zum Verein gibt es direkt über Reiner Bent unter  (0152) 28 68 80 93 oder info@human-animal-rights.de.

www.human-animal-rights.de.

Grundlage dafür ist das Informationsfreiheitsgesetz. „Aber der zuständige Richter hat alle Klagen abgewiesen, jetzt gehen wir in die nächsten Instanz“, sagt Bent. Doch das kostet Geld. „Wir haben aber viele Unterstützer“, sagt der Dachdecker, der seit gut einem Jahr in Velbert lebt. Unter anderem um die Zusammenarbeit mit den Unterstützern zu erleichtern, hat Bent nun zusammen mit seiner Partnerin einen Verein gegründet: „Human Animal Rights e.V.“.

Warum aber Menschen- und Tierrechte vertreten? „Wir würden es gerne sehen, wenn Tierrechte im Gesetz verankert würden“, beginnt Reiner Bent zu erläutern. „Denn derzeit werden Tiere juristisch halt nur als Sache betrachtet.“ Aber, wie wolle man Tierrechte ins Gesetz aufnehmen, „wenn doch die Menschenrechte, die immerhin im Grundgesetz stehen, immer wieder mit Füßen getreten werden?“

Deswegen lohne sich der Kampf für beides, findet Bent. Neben dem Engagement für den Tierschutz sei er daher konsequenterweise auch in der Flüchtlingshilfe aktiv. Die Vereinsgründung erleichtere dabei Vieles: „Wir können unseren Unterstützern Spendenquittungen ausstellen. Außerdem öffnen sich plötzlich viele Türen, wenn hinter Anfragen ein Verein steht und nicht eine Privatperson.“

Tiertafel für Velbert

So sei es zum Beispiel ein Ziel des Vereins, in Velbert eine Tafel für Tiere einzurichten. „Es gibt viele Bedürftige hier in der Stadt, und oft haben diese Menschen auch Haustiere. Denen wollen wir unter die Arme greifen.“ Dafür hoffe er auf Sachspenden, etwa Futter. „Das können wir aber auch jetzt schon brauchen“, fährt Bent fort. „Wir unterstützen diverse Katzenprojekte in der Umgebung oder helfen Tierschützern in Bulgarien oder Rumänien.“

Auch privat kommt Bent nicht ums Tier herum: zehn Katzen leben bei ihm, viele davon Pflegefälle: „Eine ist blind, einer fehlt ein Bein, so was halt.“ Platz haben er und Sandra Lück dafür genug: Allein der Garten hat eine Fläche von rund 1000 m2. „Dazu kommen aber noch drei Hunde“, sagt Reiner Bent. Ein eigener und zwei Pflegetiere. „Der Beagle ist von uns, die anderen beiden waren Straßenhunde, die wir aufgenommen haben.“ Die Pflegefälle machen sich, „nur mit dem Briefträger muss sich der eine noch anfreunden.“

Sascha Döring

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Neuer Tierschutz-Verein hat seinen Sitz in Velbert
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http://www.derwesten.de/staedte/velbert/neuer-tierschutz-verein-hat-seinen-sitz-in-velbert-id11583791.html
2016-02-22 06:00
Velbert