Neue Messgeräte bieten Komfort

Velbert..  Wer unter hohem Blutdruck leidet kennt sie: Die Langzeit-Blutdruckmessung. 24 Stunden muss der Betroffene ein Messgerät am Körper tragen, im Regelfall eine Manschette am Oberarm, die sich alle 15 Minuten aufpumpt. Nachts wird zwar nur alle 30 Minuten gemessen, doch ist der deutlich spür- und hörbare Vorgang zweifellos unangenehm. Um den Komfort für die Patienten zu erhöhen, hat das Klinikum Niederberg moderne Geräte angeschafft, die eine Messung am Finger möglich machen. „Eine Langzeit-Messung ist so für den Patienten deutlich bequemer“, erklärt Ulrike Müller, Sprecherin des Klinikums.

Schließlich entfalle nicht nur das dauernde Aufpumpen, sondern der Patient könne sich mit dem Finger-Messgerät auch nahezu frei bewegen. „Allein von Wasser muss es fern gehalten werden“, klärt Müller auf. Ebenfalls wichtig für die Patienten: Die Messung erfolgt kontinuierlich, es werden nicht mehr nur alle paar Minuten Daten erhoben. „Die herkömmlichen Geräte sind aus medizinischer Sicht natürlich ausreichend, aber auch was den Komfort angeht, wollen wir unseren Patienten das Optimum bieten“, so Müller. Schon vor zwei Jahren wurden die ersten neuen Apparate angeschafft. Spenden des Fördervereins und eines Heiligenhauser Unternehmers machten die Aufstockung möglich, die das Klinikum allein kaum hätte leisten können – kostet eines der Geräte doch mehrere tausend Euro. „Dank der Spende war uns der Erwerb noch komfortablerer Messvorrichtungen möglich“, berichtet Müller. So kämen diese sogar ohne einen Bauchgurt aus, der bislang zur Aufzeichnung der Daten erforderlich war. „Der Blutdruck kann so über eine lange Zeit ohne Beeinträchtigung gemessen werden“, so Müller.