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Bürgermeister-Sprechstund...

Nah dran

18.06.2010 | 18:58 Uhr
Nah dran
Am Freitag den 18.6.2010 hält Bürgermeister Stefan Freitag (rechts) seine sprechstunde auf den Wochenmarkt in velbert ab. Foto: Uwe Möller WAZ FotoPool

Velbert.Obst und Gemüse, Pflanzen, Backwaren, Feinkost und vieles vieles mehr gibt es auf dem Wochenmarkt. Und auch immer jede Menge Gesprächsstoff.

Schwätzchen von Kunde zu Kunde, Töttern mit den Händlern – und nach langer Zeit mal wieder Sprechstunde mit dem Stadtoberhaupt.

Fast ein langes Jahr lang war Stefan Freitag – u. a. bedingt durch bewusste Zurückhaltung in Wahlkampfzeiten und wegen der Winterpause – nicht mehr auf dem Europaplatz. Dementsprechend rege ist der Andrang jetzt am Stand der Stadt Velbert. Dezernent Richter und Stadtpressesprecher Blißenbach sind ebenfalls als Ansprechpartner dabei, aber der eigentlich gefragte Mann, das ist heute ganz klar der Bürgermeister.

Ein mehrfach vorgetragenes Ärgernis ist der (Liefer-)Verkehr in der Fußgängerzone außerhalb der offiziell erlaubten Zeiten. Versenkbare Sperr-Poller seien die sinnvollste Lösung, konzidiert Freitag, verweist aber auf die leeren Kassen und verspricht zumindest stärkere Kontrollen.

Anne Schlitt hätte gerne mehr Radwege. Vor allem wegen der größeren Sicherheit. Ohne großen Aufwand, so schlägt sie vor, könnte man doch wenigstens genügend breite Gehwege für Fußgänger und Radler aufteilen und kennzeichnen. Margot Leonhardt schildert das hässliche Bild, das die beschmierten Sammelcontainer gleich am Anfang der Berliner Straße bieten. Sie schäme sich manchmal fast vor Besuchern, erzählt die Anwohnerin, und hat gleich einen alternativen Platzierungsvorschlag. Der wird ebenfalls notiert. Genau wie die Anregung von Günter Jost, wie man das Verkehrsproblem im Wiesenweg in den Griff bekommen könnte.

Und weiter geht’s: Hinweise auf Rattenbefall, auf zu eng zugeparkte Straßen, auf Missstände im Herminghauspark. Und immer wieder Diskussionen über die große Politik. „Wir kriegen auch den Ärger über Berlin ab“, sagt Freitag.

Mit dieser von ihm nunmehr schon seit 2005 gepflegten Form der Bürgernähe scheint’s allerdings prima zu klappen, zumal der Bedarf ganz offensichtlich beträchtlich ist.

Klaus Kahle

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