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Kriminalität

Nachbarn sind in Velbert füreinander da und wachsam

08.01.2016 | 06:00 Uhr
Nachbarn sind in Velbert füreinander da und wachsam
Aufmerksamkeit kann Straftaten verhindern. Darauf baut die Initiative, darauf setzt Wolfgang Schlieper.Foto: Heinz-Werner Rieck

Velbert.   Wilka-Jubiläumsinitiative soll Straftaten verhindern helfen. Das geht insbesondere gegen Einbrüche, aber auch Farbschmierereien und Belästigungen. Die Polizei sagt dazu: „Mit Sicherheit eine gute Sache.“

Die hohe Zahl der Einbrüche und das oft frappierend nachlässige, Straftäter geradezu einladende Verhalten mancher Menschen, die trotz Warnungen und Aufklärungsaktionen etwa ein Fenster einfach auf Kipp lassen oder die Wohnungstür bloß zuziehen, hat die Wilka-Chefs auf den Plan aufgerufen. Sie haben die Initiative „Echte Nachbarn stehn zusammen“ gestartet.

„Wir müssen jetzt aktivieren, wir brauchen Leute, die sich die Mütze aufsetzen und die Sache anpacken“, sagt Wolfgang Schlieper. Im Vorfeld des 150. Jubiläums des Schließtechnik-Unternehmens (WAZ berichtete) habe er mit seinem Sohn Robert überlegt, erzählt der Geschäftsführer und Mit-Gesellschafter, wo man sich engagieren bzw. für welche Institution man Gutes tun könne.

Die Initiative ist zunächst mit bis zu 30 000 Euro – u. a. für Aufkleber, Faltblätter und Schulungen – ausgestattet. Und Schlieper sen. höchstpersönlich macht sie zurzeit nach und nach bei den hiesigen Bürgervereinen bekannt. Im ersten Schritt arbeite man lokal, bei entsprechender Resonanz wolle man auch „kreisweit schrittweise weitergehen“. Die Grundidee fußt auf der simplen Erkenntnis, dass hundert Augen einfach mehr sehen als zwei, wenn es darum geht, kritische Stellen und Situationen im Blick zu behalten. Wachsame Nachbarn sollen die Sicherheit im Quartier steigern. Und entsprechende Aufkleber bzw. Schilder sollen z. B. Langfingern sofort signalisieren: Hier haben Einbrecher denkbar schlechte Karten.

Zwecks Umsetzung werden bei der Aufgaben- bzw. Rollenverteilung als „Herz und Motor der Initiative“ so genannte Sicherheits-Botschafter gesucht, ebenso Helfer und Mitmacher. „Wir wollen nicht den, der mit dem Kissen im Fenster liegt“, betont Wolfgang Schlieper und unterstreicht auch, dass das nachbarschaftliche Projekt in keinerlei Verbindung mit Wilka-Produkten stehe. „So etwas ist ganz klar nicht gewollt!“ Vielmehr gehe es darum, „gegen wachsende Anonymität zusammenzurücken, im Wohnumfeld zusammenzustehen und aufeinander acht“ zu geben.

Bei Verdacht die Polizei einschalten

Udo Wilke begrüßt das Vorhaben. „Wir bewerben ja selbst Nachbarschaftshilfe und soziale Kontrolle“, so der Praktiker vom Kommissariat Kriminalprävention auf WAZ-Nachfrage. Wenn einem verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen seien, solle man aber besser die Polizei einschalten. „Auch wenn noch nix passiert ist. Lieber einmal zuviel anrufen als einmal zu wenig!“ Dringend rät Wilke davon ab, den Helden zu spielen: „Wenn schon jemand mit einem Schraubenzieher unterwegs ist, dann kann er ihn auch als Waffe benutzen.“

Klaus Kahle

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2016-01-08 06:00
Velbert