Münzeinzahlung bleibt in Velbert kostenlos

Elke Reddig nutzt den Münzzähler beider Sparkasse HRV in Velbert.
Elke Reddig nutzt den Münzzähler beider Sparkasse HRV in Velbert.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Velberter Geldinstitute erheben auch nach der neuen EU-Bargeld-Richtlinie keine Gebühr für die Annahme bei ihren Kunden.

Lang schon werden die gesparten Münzen nicht mehr von Bankmitarbeitern gezählt. Heute übernehmen die Aufgaben entweder ein Münzzählautomat oder aber ein beauftragter Dienstleister.

Denn seit Anfang Januar besagt eine neue EU-Bargeld-Richtlinie, dass jede Münze bei der Annahme vom Mitarbeiter überprüft werden muss.

Die Sparkasse in Velbert erhebt jedoch bislang keinen Obolus für die Einzahlung von Hartgeld. Oliver Radulovic, Pressesprecher der Sparkasse: „Bei uns steht der einzige Münzzählautomat, hier kann man unter Angabe seiner Kontonummer die Spardose entleeren.“

Gutschrift dauert einige Tage

Dieser Service bleibt für Privatkunden aller Voraussicht nach kostenfrei. Da das Gerät sehr begehrt und „manchmal auch ein wenig störanfällig ist, beispielsweise durch Büroklammern, die sich im Sparschwein befinden“, können die Kunden ihr Geld auch in einem Safe-Bag an einen Mitarbeiter geben. Die stabilen Plastikbeutel werden von einem Werttransportunternehmen abgeholt und zentral gezählt. „Bis dann das Geld auf dem Konto ist, dauert es aber einige Tage“, so Radulovic.

Bei der Sparda Bank in Velbert gibt es keinen Automaten. Hier dürfen die Privatkunden ihr Hartgeld mit Safebags auf ihre Konten einzahlen. „Dieser Service ist für unsere privaten Kunden einmal im Monat kostenfrei“, erklärt Michael Kirch, Leiter der Velberter Filiale. „Der Gesetzgeber hat uns beim Münzgeld die Daumenschrauben angelegt.“ Denn auch hier muss, wie bei den Scheinen, die Echtheit des Geldes festgestellt werden. „Daher dürfen wir das Bargeld, das wir eingenommen hatten, nicht wieder herausgeben“, so Kirch. Auch bei der Deutschen Bank können die Privatkunden ihre Münzen in einem Safe-Bag kostenfrei abgeben, „sofern es im angemessenen Umfang geschieht und nicht jeden Tag ein Sparschwein geschlachtet wird“, so Filialdirektor Rainer Hischke. Für Nichtkunden tue sich die Bank aber schwer, den Service kostenfrei anzubieten, „denn es ist sehr aufwändig und teuer.“

Einen Münzzählautomat hat es in der Velberter Deutschen Bank bislang nicht gegeben. „Die finden sich nur in seltenen, ausgewählten Filialen.“ Die Vorteile einer solchen Zählmaschine sind jedoch nicht von der Hand zu weisen. „Jetzt muss der Kunde sich während unserer Öffnungszeiten an den Schalter anstellen und das Kleingeld an einen Mitarbeiter übergeben.“ Zudem sei die Gutschrift durch einen Münzzählautomat zeitnah auf dem Konto zu verbuchen. „Da das Geld ja extern gezählt wird, dauert es durch das Safe-Bag etwa zwei Tage.“