Mozartperücken auf dem Wochenmarkt
14.02.2010 | 17:59 Uhr 2010-02-14T17:59:00+0100
Langenberg. Unter dem Motto "Schweinegrippe - die Kosten trägt die arme Sau" wird der Rosenmontagszug in Langenberg stehen. Am Samstag schauten das Markgrafenpaar und das Kindermarkgrafenpaar auf dem Wochenmarkt vorbei.
Auf dem Froweinplatz in Langenberg stehen vier Personen in prächtigen Ornaten, um sie herum werden Eier, Fisch und Fleisch verkauft. Auf den Mozart-Perücken sitzen geschwungene Hüte. Die Szene erinnert fast an die drei Musketiere und verschmilzt perfekt mit dem historischen Bild der Stadt. In Wahrheit ist die Situation aber eine ganz andere: Es ist der Samstag vor dem Rosenmontag und dem Markgrafenpaar sowie dem Kindermarktgrafenpaar werden Orden vom Vorstand der Werbevereinigung verliehen. Es sind Susanne II und Uwe I, sowie Steffen I mitsamt seiner Gräfin Nina I, denen diese Ehre zuteil wird. Vor 13 Jahren hat Langenberg sein eigenes Markgrafenpaar bekommen, das gewissermaßen das übliche Karnevalsprinzenpaar, das Langenberg nicht hatte, ersetzt. „Beim ersten Zug schien anfangs keiner zu kommen“, erzählt Wolfgang Schwarze, Sprecher der Velberter Wochenmarkthändler, doch dann kam alles anders: Denn die Langenberger konnten auf ihren Karnevalszug nicht verzichten und unterstützten das Debüt massenweise. Mittlerweile rechnet Pascal Kolter von der Werbevereinigung mit rund 6000 bis 10 000 Menschen. Dieses Jahr werden 17 Motto-Wagen auf den Straßen Langenbergs fahren: „Und die haben eine Länge von 15-17 Metern“. Das besonders aktuelle Motto des Vorstandswagens der Werbevereinigung heißt diesmal „Schweinegrippe, die Kosten trägt die arme Sau!“ „Wir freuen uns total drüber, dass der Zug jedes Jahr stattfindet und so viele Leute kommen“, sagt Kindermarkgräfin Nina I. „So ein Zug verleiht der Stadt Charakter und wahrt die Tradition“, erklärt Schwarze. Außerdem fällt ihm auf: „ Dass hier Generationen aufeinander treffen und einfach zusammen feiern“. Auch Velbert Marketing rollt mit einem Wagen an und macht gleichzeitig Werbung für die Aktion „WDR 2 für eine Stadt“ des Senders WDR 2. Denn da gilt das bürgerschaftliche Engagement, so viele Stimmen wie möglich für seine Stadt zu sammeln, um einen Tag mit dem Sender zu gewinnen.
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