Mit Dirk Kiontke im Jedermann in Velbert

Dirk Kiontke (mit Kappe) und Wirtin Ute Kiss (gestreiftes Shirt) verstehen sich. Manchmal nimmt die Chefin den Stammgast abends auch ein Stück mit, schließlich wohnen beide in Heiligenhaus.
Dirk Kiontke (mit Kappe) und Wirtin Ute Kiss (gestreiftes Shirt) verstehen sich. Manchmal nimmt die Chefin den Stammgast abends auch ein Stück mit, schließlich wohnen beide in Heiligenhaus.
Foto: FUNKE Foto Services
In Velbert gab und gibt es zahlreiche Kneipen. Die Leser der Velberter WAZ stellen nun ihre Lieblingskneipe vor. Zum Auftakt geht es ins Jedermann am neuen Busbahnhof.

Velbert..  Dirk Kiontke hat es in diesen Tagen nicht so leicht, ist er in seiner Lieblingskneipe doch oft den Frotzeleien der anderen ausgesetzt – denn Kiontke, genannt Kikke, ist Fan des Hamburger Sportvereins. „Aber wir mögen ihn trotzdem“, sagt Wirtin Ute Kiss und lacht herzhaft. Schließlich ist bei ihr im „Jedermann“ auch jeder herzlich willkommen – auch wenn die Kneipe am neuen Busbahnhof eigentlich eine BVB-Kneipe ist.

„Trotzdem fühle ich mich hier wohl“, sagt Kiontke, der in Velbert als Programmierer arbeitet. „Vor vier Jahren ist mir das Jedermann ins Auge gefallen, weil ich auf dem Weg vom Büro zur Bushaltestelle immer hier vorbei gekommen bin.“ Davor sei die Eckkneipe nämlich eher nicht so schön gewesen, „doch dann war plötzlich alles ganz hell“, berichtet er. „Und die haben meine Lieblings-Altbiermarke. Also bin ich rein und seit dem ist das Jedermann meine Stammkneipe.“ Die zudem für den leidenschaftlichen Fußballfan auch alles bietet, was er so braucht: „Am Wochenende wird hier die Bundesliga gezeigt, auf mehreren Fernsehern und einem Beamer. Da können dann einige die Konferenz schauen, andere die Einzelspiele.“ Friedlich bleibe es dabei auch. Immer. Auch wenn Schalker dabei sind. „Sogar die Derbys BVB gegen Schalke kann man hier entspannt gucken. Gut, da wird dann ein bisschen gelästert, aber alles bleibt im Rahmen.“

Montags ist Schnitzeltag

Während er so erzählt kommen andere Gäste, begrüßen ihn, es wird gelacht, gefrotzelt. „Ist das nicht schön?“ meint Kiontke. „Genau das Richtige nach acht bis zehn Stunden Arbeit. Ein kühles Bier, das hier übrigens immer genau die richtige Temperatur hat. Ein bisschen quatschen, ein paar Witzchen.“ Gut findet der Heiligenhauser Kiontke auch, dass im Jedermann „das Rauchverbot strikt eingehalten wird. Das ist super. Ich finde einfach unfair, dass manche lieber woanders hingehen, bloß weil da das Rauchen geduldet wird.“

Neben gutem Bier gefällt Dirk Kiontke im Jedermann auch das Essen: „Alles frisch zubereitet, da kommt nichts aus dem Großhandel.“ Sauber sei es auch, wer will, kann von der Theke aus nämlich einen Blick in die Küche werfen und sich selbst überzeugen. „Montags ist dann Schnitzeltag“, wirbt er. „Die Qualität ist einfach genial.“ Und wer will, kann sein Stück Fleisch auch im hauseigenen Biergarten verzehren. Sobald der neue Busbahnhof fertig ist, können Sonnenanbeter auf noch mehr Open-Air-Gastronomie hoffen, denn: „Ich habe schon einen Antrag für eine Außengastronomie gestellt“, berichtet Wirtin Ute Kiss.

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